Japaner sind eigentlich sehr freundliche Leute. Nur manchmal, da bringen sie einen mit ihrer ungewollten Offenheit in Rage. Ist es wirklich noetig, mir JEDEN Montagmorgen zu sagen, das ich wieder dicker geworden bin? Dazu passend kommt noch das Bauchtaetscheln, wie bei einer Schwangeren. Mach das in Deutschland und weg ist die Kauleiste, zumindest wenn du das wiederholte Male mit einem nervoesen Kollegen machst. Bei derlei Belaestigungen von J-Maennern ist es einfach: „Na und? Ich kann hungern, aber deine Glatze bleibt!“ oder das beliebte „Ich sehe meine Nudel trotzdem noch, du hast keinen Bauch und siehst sie trotzdem nicht!“ Das wirkt immer!
Da ich meinen Lesern ja immer nur Gutes will, starte ich heute mal so eine Art private Stellenboerse.
Ein guter japanischer Freund sucht fuer sein Handelsbuero in Tokyo einen Elektrotechniker/Mechatroniker.
Die Anforderungen sind hoch, aber deshalb sucht er ja auch noch:
Nationalitaet ist wurscht, aber Japanisch (business level) in Wort und Schrift muss sitzen. Englisch auch. Deutsch waere von grossem Vorteil, ist aber nicht Pflicht. Die Visafrage muss geklaert sein, meint: Der Bewerber muss schon in Japan leben. Eigenstaendiges Arbeiten (Installationen, Wartung, Reparatur) im Bereich Robotik/Steuerung ist erwuenscht . Umzugskosten koennen uebernommen werden. Reisebereitschaft muss vorhanden sein. Anfangsgehalt incl. Bonus waere 6 Millionen Yen/Jahr. Die Zentrale befindet sich in Ikebukuro/Tokyo.
Bei Interesse: Email an mich. Aber bitte keine bloedsinnigen Anfragen, wie: "Ich mache grad meine Lehre als Elektriker und wohne in Deutschland bei meiner Mama. 30 Woerter Japanisch kann ich auch schon. Habe ich eine Chance?"
So eine Scheisse wird sofort geloescht und lebenslang gesperrt, kapito?
Ich hasse es, wenn mir jemand auf die Schuhe stiefelt. Ich hasse es! Ich hasse es, wenn mir jemand in die Hacken tritt, meine Schuhe streift, oder meine Schuhe auch nur anschaut! Hab ich ein Schuhproblem? Einen Schuhfetisch? Vielleicht.....
Im Gegensatz zu den meisten Salarimen, kann ich einfach keine billigen Plastikschuhe tragen. Diese typischen japanischen Businesschuhe haben einfach zu viel „leeren“ Platz nach vorn und noch dazu liegen die Schuhspitzen nicht auf, sondern zeigen immer in einem gewissen Winkel nach oben. Warum? Ich weiss es nicht, aber ich habe da so meine Vermutungen: Mit diesen zu grossen Schuhen versuchen die Japaner ihre koerperliche Unzulaenglichkeit in einem anderen Bereich zu kompensieren.
Ihr glaubt also, ihr seid unheimlich cool, wenn ihr mit eurem Golf Diesel ueber die linke Spur brettert, dabei Trash Metal hoert und sogar einen Porsche an die Seite blinkt? Pfft! Richtig cool ist nur, wer waehrend des Latschens durch einen Tokyoter Bahnhof Boney M’s „Brown Girl in the ring“ hoert und alles regelwidrig im Weg stehende umnietet! Aber ich schweife schon wieder ab........
Sie fast mir mit beiden Haenden energisch an die Schultern und schuettelt mich durch. „Komm du Hengst, zeig mir deine Gaijinpower!“ Es ist Haruka Ayase, meine Goettin! Bitte lieber Gott, lass es nur einmal keinen Traum sein! Ich werde auch jeden Abend auf dein Wohl trinken und nicht nur auf meins. Und so. Ehrlich!
Coolio's Top 10: Japan's best of the best, part 10
Megabeben in Japan Upda....jetzt ist aber Schluss, verdammt!
Vor der Katastrophe haben sich Auslaender in Tokyo nur als laestige "Konkurrenten" angesehen. Wenn sich 2 Gaijin trafen, wurden toedliche Laserblicke ausgetauscht, wenn moeglich noch mit unterstuetzenden Grunzlauten, oder einem ausgestrecktem (aber verdeckten) Mittelfinger. "Hau ab du Weissarsch, das hier ist ganz allein MEIN Land!" Ja doch, es war wirklich so schlimm.
Mittlerweile faellt man sich fast in die Arme, wird aber mindestens mit einem breiten Laecheln begruesst. He, ist das etwa so ein mitleidiges Laecheln? Neeeiiin, das ist ein Laecheln der Freude! Wirklich! Die paar Gaijin die nicht direkt nach der Katastrophe abgehauen (Flyjin...) sind, muessen schliesslich zusammenhalten. Oder so. So hatte ich in den letzten Wochen immer wieder sehr erheiternde Gespraeche mit anderen "Aliens", sozusagen als Selbsttherapie. Aber ich schweife schon wieder ab.......
Das Leben in Tokyo und Umgebung hat sich weitestgehend normalisiert. Selbst die Wahlen sind "normal" abgelaufen. Soweit man im Fall Ishihara von normal reden kann. Ja, die Tokyoter haben wieder "ihren" Shit.....sorry.....Shintaro Ishihara (http://de.wikipedia.org/wiki/Shintar%C5%8D_Ishihara) gewaehlt. Und das, obwohl er die kurz vor den Wahlen stattgefundene Katastrophe "als Strafe Gottes fuer die egoistisch gewordenen Japaner" sieht, dessen Herzen seiner Meinung nach "teuflisch rot" geworden sind und deshalb ausgerottet werden muessen.
Ein paar Jahre zuvor hat Ishihara (79) noch gewettert, das im Falle einer Katastrophe zuerst den Japanern geholfen werden soll. Die Auslaender sollten sich gefaelligst selber helfen. Besonders auf die Franzosen hatte er es abgesehen, die seiner Meinung nach "nur Sex im Kopf haben" und deshalb sowieso ausgerottet gehoeren. Von seinen rechtsnationalen Neigungen und seinem Buch " Wir sind die Weltmacht" will ich erst garnicht anfangen. Was fuer ein Arschloch!
Erst letztes Jahr hiess es noch, das man sich langsam Sorgen um den Geisteszustand Ishiharas macht, meiner Meinung ganz zu recht. Offensichtlich haelt das aber die Tokyoter trotzdem nicht davon ab, ihm zu einer weiteren Amtszeit zu verhelfen, weil er ja "soviel Gutes" fuer Tokyo getan hat. Ich moechte jetzt nicht ueber den Geisteszustand der Bevoelkerung Tokyos sinnieren. Wer sich darueber ein genaueres Bild machen will, soll doch bitte selbst herkommen und am besten ein paar Jahre hier leben. Das praegt, sag ich euch.
Kommen wir zu einem anderen alten Sabberkopp, der ein Millionenunternehmen managen darf: Masataka Shimizu (http://de.wikipedia.org/wiki/Masataka_Shimizu), Boss von Tepco (Inhaber von Fukushima Daiichi). Im Grunde hat er sich die letzen Jahre genauso verhalten wie alle Manager mit Millionengehaeltern: Sein Arbeitstag war hauptsaechlich damit ausgefuellt, sich Sorgen zu machen. Sorgen, das bloss nichts passiert, was seine nicht vorhandenen Faehigkeiten fordern koennte. Vor wenigen Jahrzehnten hätte er in dieser Position nach so einer Schlappe wenigstens noch Selbstmord in Form von Sepukku begehen müssen. Um nicht noch mehr von seinen fehlenden Faehigkeiten preisgeben zu muessen, versucht er nun, möglichst nicht ins Licht der Öffentlichkeit zu geraten. Was fuer ein Arschloch (part 2).
Falls die obengenannten Herren dann doch eines Tages abtreten muessen, aber nicht auf den Genuss von Ruhm und Macht verzichten wollen, koennen sie sich vielleicht auf eine Stellung als Moderator beim NHK freuen, wo sie in ihrem Alter noch zu den Juengsten gehoeren duerften. Dazu noch eine junge, moeglichst bloede Tussi an die Seite gesetzt, die ihr Gelaber noch abnickt und ab und zu auch mal was sagen darf, meistens aber nicht.
Ich habe mich frueher immer gefragt, warum Japan einen so drastischen Geburtenrueckgang hat, wo einen das erbaermlich beschissene TV-Programm doch buchstaeblich zum Ficken ins Schlafzimmer verjagt. Bis mir aufgefallen ist, das dort auf jeden Fall auch immer mindestens ein TV steht. Da hilft nur noch Alkohol. Hochdosiert.
Soviel dazu.....