Bin das nur ich, der findet, das Spinners (drehende Felgensterne) an einem ansonsten
vollkommen serienmaessigem BMW 7er vollkommen scheisse aussehen?
Kann man leider nicht soooo gut erkennen auf dem Foto.
Fahrer war uebrigens ein Schwarzer, kein echter "Bro" sondern einer von diesen
Aushilfs-Gangsta-Hip-Hoppern aus Kenia oder sonstwas in Afrika.
Es wurde mal wieder Zeit fuer ein neues Paar Schuhe. Nein, keine Sneaker, Boots, Vans, oder aehnliches. Ich arbeite in einem japanischen Buero, also mussten es „Anzugschuhe“ sein. Nach mehreren Pleiten mit Schuhen, die ich fuer teueres Geld in eher auf Auslaender spezialisierten Shops gekauft habe, sollten es diesmal Schuhe aus einem typischen, japanischen Geschaeft sein. Was ist das bloss mit den japanischen Schuhen? Obwohl exakt passend (GsD habe ich kleine Fuesse: Groesse 42), habe ich das Gefuehl, das vor den Zehen noch 5 cm Platz ist, ganz egal was fuer ein Paar ich anprobiere.
Japanische Maenner haben kleine Fuesse. Vielleicht fuehlen sie sich durch diese kuenstlich in die Laenge gezogenen Schuhe groesser? Oder gilt hier gar das Prinzip: Je groesser die Fuesse, desto groesser der Pimmel? Keine Ahnung! Noch was: Fast alle dieser Schuhe machen mich mindestens 5 cm groesser. Nicht das ich nicht ohnehin schon gross genug waere! Was soll das? Wenn alle japanischen Maenner Schuhe anziehen, die 5 cm groesser machen, sind im Endeffekt doch alle wieder gleich gross (oder klein)? So oft, wie man hier die Schuhe ausziehen muss, macht das doch eh‘ keinen Sinn. Einem Kollege, dem man mit Schuhen noch direkt in die Augen schauen konnte, kann man nach dem Ablegen eben dieser, locker ueber die hochgefoente Frisur schauen. Witzlos.
Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum man in vielen Firmen und oeffentlichen Einrichtungen, ja sogar oft in privaten Haushalten , diese daemlichen Pantoffeln hingestellt bekommt: Damit man nach dem Ausziehen der „maennlichen“ Schuhe wenigstens noch einen Rest der vorherigen Groesse hat. Viele dieser Pantoffeln haben uebrigens auch einen hoeheren Absatz, als wir es von unseren deutschen Pantoffeln her kennen und sind scheiss unbequem.
In den meisten Schuhen sind Einlagen, die die Ferse noch mal 1-2 Zentimeter anheben, so das man das Gefuehl hat, Schlappen zu tragen. Egal, nach Entfernen der Einlagen (zum Erstaunen des Verkaeufers....) passten die Teile, der Preis stimmte auch, also her damit. Ich hatte auf dem Weg nach Haus die ganze Zeit das Gefuehl, als wenn irgendetwas in meiner Umgebung stinken wuerde. Zuhause angekommen, konnte ich auch gleich meine neuen Treter als Quelle dieses Gestanks ausmachen. Nein, es waren nicht meine Fuesse, die Schuhe stanken, als ob sie eine Woche in Yakscheisse eingelegt waren. Nach einem kurzen Blick meiner Frau auf’s Etikett war klar: Die Dinger sind nicht aus Leder, sondern (OT meiner Frau):“So eine Art Leder....“. Also Plastik! Naja, Tonne auf und fachgerecht entsorgt die Dinger.
Naechstes Mal gibt's wieder italienische Schuhe...........
Bis dann!
Hallo Deutschland!
Im Osten nix Neues? Nun ja, ueberall das Gleiche.
Die internationale, von den Amis ausgeloeste Finanzkrise macht auch Japan zu schaffen.
Hunderttausende Zeitarbeiter wurden schon entlassen. Weitere Entlassungen werden folgen.
Waehrend der "kleine Mann" direkt unter der Krise zu leiden hat, duerfen die Manager,
die unser Geld mal wieder hoechst risikoreich in Amerika angelegt haben,
offenbar ohne Einbussen weiterarbeiten.
Wann werden diese "Spieler" endlich mal zur Rechenschaft gezogen?
Aus der japanischen Politik gibt es auch nichts Erfreuliches zu berichten.
Waehrend der Genuss von "hochprozentigen Erkaeltungsmitteln" und dessen Folgen beim frueheren japanischen Finanzminister noch als peinlicher Ausrutscher gehandelt
werden koennen, sieht es beim Rest der japanischen Politik duester aus.
Premierminister Aso muss sich angesichts erdrutschartiger Verluste schon gar keine Sorgen mehr um seine Zukunft machen. Er muss frueher oder spaeter vorzeitig abdanken,
genau wie seine Vorgaenger Abe und Fukuda.
Kein Wunder, verbindet man den Namen Aso doch nur mit Skandalen seiner Minister
und der Tatsache das der Mangafan noch nicht einmal seine eigene Schrift lesen kann.
Sein fast schon sicherer Nachfolger Ozawa, Fuehrer der japanischen Opposition,
muss wegen eines kuerzlich aufgedeckten Finanzskandals abtreten.
Statt sich kleinlaut zu entschuldigen, beschwert sich Ozawa, das dieser Skandal ja wohl "absichtlich" vor den Wahlen aufgedeckt wurde!
So ein Arschloch. Naja, Politiker eben.......
Tja, wer wird es nun machen? Viele Japaner wuenschen sich Koizumi zurueck,
den wohl bekanntesten japanischen Premier, der im Fernsehen Elvis gesungen
und die Post privatisiert hat. Einziger Knackpunkt ist seine ausgepraegte
Liebe zu Amerika, mit der sich die Japaner zunehmend nicht mehr indentifizieren koennen, oder besser: wollen.
Ok, soviel zum Tagesgeschehen.
Ich konnte in den letzten Tagen ein paar interessante Fotos machen,
die ich euch natuerlich nicht vorenthalten will:
Voll aufgeruestete 125er Roller vor einem Laden in Setagaya.
Waehrend jeder deutsche KFZ-Pruefer wohl zeitlebends Alptraeume haette,
sind solche Umbauten hier (fast) normal, aber keinesfalls billig.
Die beiden Exemplare hier kosten zwischen 1-1.5 Millionen Yen (8000-12000 Euro).
Abenteuerlicher Umbau eines Lieferdreirades. Sieht man in letzter Zeit oefters.
Hier noch mal von hinten. Na wenigstens der Auspuff ist noch original,
wenn auch wahrscheinlich leergeraeumt.........
Wunderschoene alte Honda 125. Leider ist es mit dem Handy echt schwierig,
bewegliche Objekte zu fotografieren.....
.....deshalb hier nochmal die andere Haelfte.
Man beachte den Befestigungspunkt des M-Lenkers!
So, das war's erstmal wieder. Bis denne!
Mein Blog mag bei manchen Lesern den Anschein erwecken, das ich bei all den negativen Seiten die ich in diesem Land beschreibe, Japan doch mehr oder weniger hassen muesste. Nun, dem ist nicht so. Natuerlich laesst die erste grosse Begeisterung fuer Japan nach ein paar Jahren nach. Ich fange an, mich eher fuer die Schoenheiten dieses Landes zu interessieren, die einem nicht sofort ins Auge fallen, vor allem wenn man sich hauptsaechlich in Tokyo aufhaelt. Natuerlich schreibe ich ueber Dinge die mich aufregen, die uns Deutschen schraeg erscheinen, oder allgemein ungewoehnlich sind. Das liegt wohl in der Natur eines Blogs. Keiner will nur positive Berichte lesen, dafuer gibt es die Blogs von Manga-, Anime-, J-POP-, und sonstigen Fans, die wohl selten selber schon einmal das „Land ihrer Traeume“ besucht haben. Diesen Leuten ist einfach nicht beizukommen, Tatsachen werden als „Schlechtmache“ abgetan.
Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Wie wahr dieses alte Sprichwort ist, wird wohl Jeder erfahren, der einmal laengere Zeit in Japan leben konnte (oder durfte). Wie dem auch sei, ich habe meinen Frieden mit Japan gemacht und versuche die Vorzuege des Lebens hier zu geniessen, trotzdem aber die Schattenseiten nicht zu verleugnen.
Nun gut, soviel dazu.
Ich habe mir beim Futsal (Hallenfussball) eine Rippe gebrochen. Ein aelterer Japaner wollte mir (als einzigem Nicht-Asiaten beim Turnier) wohl mal zeigen, wo der Hammer haengt und rammte mir ungebremst mit vollem Gewicht in die Seite. Naja, Futsal ist halt ein „Kontaktsport“ und solche Unfaelle koennen passieren. Kein Problem. Zumindest solange man nicht zum Arzt muss. Nun ja, als nach einer Woche die Schmerzen nicht mehr auszuhalten waren, blieb mir trotz groesstem Unbehagen nichts anderes uebrig, als einen japanischen Arzt aufzusuchen.
Warum Unbehagen? Waehrend es ueber meine bisherigen Erfahrungen mit deutschen Aerzten eigentlich nicht viel Negatives zu sagen gibt, sieht das hier in Japan doch anders aus. Das mag daran liegen, das ich mich nicht gut genug in Japanisch ausdruecken kann, oder anderherum, japanische Aerzte kaum Englisch sprechen. Eine andere Moeglichkeit waere, das japanische Aerzte dazu neigen, Auslaender allgemein als privat versichert und reich einzustufen, das heisst: Mann bekommt bei jeder Kleinigkeit das volle Programm aerztlicher Hilfe verpasst.
Ich werde nie meine ersten Kontakte mit dem japanischen Gesundheitssystem vergessen. Ich hatte mir eine Art Wolf gelaufen, oder um es einfacher auszudruecken: Mein Hintern war wund. Es war wohl eine Kombination aus ungewohntem Essen, einer Wahnsinnshitze mit hoher Luftfeuchtigkeit und japanischen Toilettenpapier, die letztendlich dazu fuehrte. Nun gut, Problem erkannt, Problem gebannt: Ab zum Arzt. Die erste Aerztin schaute sich die „Problemzone“ nicht einmal mehr an, sondern verschrieb mir direkt eine Creme, die von der freundlichen Aphothekerin um die Ecke in der Rekordzeit von 45 Minuten zusammengemischt wurde. Nach 2 Wochen cremen trat keine Besserung ein. Im Gegenteil: Die Creme verschlimmerte noch den Effekt. Nun gut, ab zum naechsten Arzt. Dieser war direkt radikaler und wollte mich sofort operieren. Waehrend seiner Ausfuehrungen, die meine Frau ins Englische uebersetzte, fielen Worte wie: Dringend, kein Aufschub, wegschneiden, verkuerzen, und so weiter. Als ob mich das nicht schon genug geschockt haette, zeigte er mir auch noch das Instrument, mit dem die Operation ausgefuehrt werden soll. Vom Format her einer 1-Liter Thermoskanne aus Edelstahl nicht unaehnlich, nur halt an der Spitze mit einem Kranz aus Messern bestueckt, sah das Teil aus wie ein Riesen-Gewindebohrer. Nachdem der Arzt mit recht eindeutigen Bewegungen zeigte, wo er mir dieses Riesenteil hinstecken wollte, war mir klar, das kommt auf gar keinen Fall in Frage. Er sagte, ich solle mir das Ganze noch einmal ueberlegen und ueberliess mir zum guten Schluss noch ein Paket Zaepfchen als Schmerzmittel. Gute Idee! Warum nicht gleich noch eine Freikarte fuer’s Chilirestaurant um die Ecke?
Hilfe bekam ich dann doch noch bei der Aerztin die ich danach besuchte. Nach eingehender Musterung der „Problemzone“, auch durch ihre 2 jungen Arzthelferinnen (Naja, wann bekommt man in Japan schonmal einen 185 cm grossen Aulaender in dieser Position zu sehen???), verschrieb sie mir eine Creme (auch wieder extra in der Apotheke angemischt) und siehe da, nach einer Woche war alles beim Alten. Puh!
Ihr denkt ich sei zu empfindlich? Legt ihr euch mal in einem fremden Land nackt auf einen Edelstahltisch und versteht kein Wort von der aufgeregten Unterhaltung zwischen Arzt und Ehefrau, waehrend saemtliche Mitarbeiter des Arztes, wahrscheinlich auch die Putzfrau, vollen Einblick in euer „Problem“ haben, dann sprechen wir uns wieder......
Fuer meine gebrochene Rippe habe ich einen deutschsprachigen, japanischen Arzt aufgesucht, der mir unaufgeregt alles in gutem Deutsch erklaert hat und zudem nach getaner Arbeit eine erfreulich guenstige Rechnung ausstellte. Ja, in Japan muessen Erwachsene direkt nach dem Arztbesuch eine Zuzahlung leisten. In meinem Fall waren das ca. 20 Euro, fuer Roentgen, Schmerzmittel und so eine Art „ABC-Pflaster“. Zur Apotheke musste ich nicht.
Ende gut, alles gut.
Wusstet ihr eigentlich, das der Markt fuer Peruecken in Japan der mit den groessten Wachstumsraten ist? Was dort an Geld verdient wird, ist unglaublich. Diverse „Zweithaar“-Firmen machen gross angelegt Werbung im TV, was man in Deutschland ja garnicht kennt. Auch mit dem ganzen Drum und Dran wird ein Schweinegeld verdient.
Eigentlich logo. Wer geht schon, einmal mit einer Peruecke gewappnet, zum normalen Friseur? Schliesslich kann (oder will) man das Teil nicht vor allen Anderen „normalbehaarten“ abnehmen und sagen: Hier, waschen legen und foenen, bitte! Die Perueckenhersteller haben ihre eigenen, sehr neutral gehaltenen Salons, in denen man die arg zerzauste „Matte“ wieder herrichten lassen kann. Diese Laeden werden natuerlich nicht grossartig beworben und liegen meistens sehr versteckt. Nach 2-3 Jahren ist die beste Peruecke hinueber und man braucht eine neue. Reparieren ist nicht. Die Haare dafuer kommen meistens aus dem benachbarten Asien und Indien.
Meistens erkennt man Perueckentraeger sofort, was nicht an der beschissenen Qualitaet, sondern einfach daran liegt, das die meisten Japaner diese Verjuengungskur einfach uebertreiben. Da wird gefoent, gefaerbt, und gegelt was das Zeug haelt und so mancher 50-60 Jaehrige hat danach eine Frisur, mit der ich nichtmal als 20 Jaehriger vor die Tuer gegangen waere. Damit nicht genug, wer etwas auf sich haelt, laesst sich auch noch die Augenbrauen stutzen und passend faerben.
Schoenes Beispiel fuer eine echt beschissene Peruecke.....
Wenn man in Japan in die Koerperpflegeabteilung fuer Maenner geht, stehen dort zu 50% erstmal alle moeglichen Haarwaesserchen und Wachstumsbeschleuniger. Daneben gibt es noch spezielle „Volumen“-Shampoos und Haarlack, der so stark ist, das man damit locker Moebel zusammenkleben kann. Auch gesehen: Lackfarbe, mit dem man den immer lichter werdenden Punkt auf dem Kopf in „Wagenfarbe“ lackieren kann, damit der Eindruck entsteht, dort waeren noch Haare. Deodorants sind dagegen nur vereinzelt vorhanden, was man nach Feierabend im Zug dann auch deutlich riechen kann. Hauptsache die Frisur sitzt.......
Ueberhaupt ist die Mode besonders bei juengeren Japanern fuer mich immer einen Lacher wert. Typen die hier als besonders cool gelten, wuerden wir in Deutschland mit Hape Kerkeling und Alfred Biolek in eine Reihe stellen. Rote Motorradlederjacke, kombiniert mit knallenger Paspeljeans und Westernstiefeln, kein Problem. Die perfekte Kleidung fuer den Kneipengang. Dazu eine hochgefoente Gelfrisur, am besten rotbraun gefaerbt und los gehts.
Smap, Japans aelteste Boygroup. Die Frisuren der Herren sind immer
auf dem neusten Trend-Stand, was sie dann doch wieder irgendwie wie
eine Girliegroup aussehen laesst.........
Bis dann......
Ich trainiere jetzt regelmaessig im “Konami Sports Center”, ca. 5 min von meinem Haus entfernt. Yep, natuerlich ist das ganze mit 12800 yen (112 Euro) im Monat sauteuer, aber man darf auch nicht vergessen, das ich mittendrin im teuersten Stadtteil einer der groessten Staedte der Welt lebe. Das Studio ist dazu sehr gut ausgestattet mit: Sauna, 25 Meter-Schwimmbad, Whirlpool und nur den allerneusten Geraeten. In jedem Raum stehen mehrere Trainer bereit, die einem gern weiterhelfen. Konami? Kommt einem bekannt vor, oder? Einst ein Gigant bei Konsolenspielen, scheint Konami sich jetzt auch um die Gesundheit seiner Konsolen-geschaedigten Ex-Kundschaft zu kuemmern und verdient sich dabei eine goldene Nase.
Das Verhaeltnis Maenner-Frauen im Studio ist ca. 35-60%. Dabei bin ich immer wieder erstaunt, warum viele der Frauen ueberhaupt trainieren. Ich habe noch nie soviele Frauen im Alter von um die 30-40 gesehen, die einen so tollen Koerper haben. Naja, im Gegensatz zu Deutschland, wo viele Frauen denken, sie waeren doch voll ok, obwohl sie 10-15 Kilo zuviel haben, geht das hier in Japan garnicht. Obwohl schon schlank, wollen viele Frauen noch schlanker werden.
Womit wir schon beim eigentlichen Thema waeren. Wie ist das eigentlich mit den japanischen Frauen? Stimmt es, was man in Deutschland an Vorstellungen hat? Ganz klar: Jain! Z.B.: Bei den japanischen Frauen ist der Mann noch die Nummer 1. Sie tut alles um ihren Mann zu verwoehnen und ordnet sich vollkommen unter. Dazu von mir nur ein herzliches: Hahaha!!! Das mag stimmen, wenn sie sich fuer einen japanischen Mann entscheiden, aber nicht wenn sie sich mehr fuer Auslaender interessieren, die wir ja schliesslich sind. Diese Frauen haben den Umgang mit dem typischen japanischen Macho satt, der fruhmorgens das Haus verlaesst, spaet abends nach Haus kommt (natuerlich nicht, ohne vorher mit seinen Kollegen in die Kneipe zu gehen..) und nur noch sein Bier und Essen auf den Tisch haben will. Am Wochenende, wenn „Er“ eigentlich Zeit haette, sich auch mal um die Kinder zu kuemmern, geht’s ab zum Golf, oder es wird ausgiebig auf dem Sofa gepennt. Nein, das sind keine Ausnahmen, das ist die Regel! Ich habe schon mit vielen meiner jap. Kolleginnen gesprochen und bis auf wenige Ausnahmen erzaehlen alle die gleiche Geschichte.
Kinder sind fuer eine jap. Frau die absolute Nummer eins und besonders Soehne werden verhaetschelt und vertaetschelt. Kein Wunder, das die sich spaeter zum Macho mit eingegrenztem Frauenbild entwickeln. Toechter dagegen werden recht frueh in haeusliche Pflichten eingebunden. In meiner Familie sind diese Tendenzen zwar auch vorhanden, aber weit weniger ausgepraegt. Dennoch bedurfte es einer Engelsgeduld und starken Willen, um meine japanische Ehefrau von einer „mehr europaeischen“ Erziehung zu ueberzeugen.
Ja, japanische Frauen sind schoen. Ich habe natuerlich offensichtlich ein Faible fuer japanische Frauen, aber auch mal ganz neutral betrachtet, sind japanische Frauen oft gepflegter, kleiden sich modischer und sind freundlicher (nicht einfacher!) als der Rest der Welt. Wenn ich mal an einem Bahnhof auf einen Freund warte und mir die Leute angucke, faellt mir immer wieder auf, wie viele schoene Frauen es doch hier gibt. Viele Frauen ueber 40 sehen einfach toll aus. Was natuerlich nicht darueber hinwegtaeuschen darf, das japanische Frauen absolute Make Up-Kuenstler sind. Was meine Frau so an Schminkutensilien hat, ist nicht zu verachten, obwohl sie noch eher zu der gemaessigten Sorte zaehlt, was Make Up betrifft. Trotzdem wuerde meine Frau niemals auch nur fuer 5 Minuten ohne Make Up aus dem Haus gehen. Selbst in den Kombinis (24 Stunden-Laeden) ist das Make Up-Regal das groesste im Laden. Da wird gefaerbt und gepudert, Haare verlaengert, kuenstliche Wimpern und Fingernaegel geklebt, was das Zeug haelt. Viele Japanerinnen benutzen ein extra „White“-Puder, um noch weisser zu sein und rennen selbst im Sommer mit einem Regenschirm rum, um ja nicht braun zu werden. Ob das nun schoen ist, darueber kann man sich streiten. 
Typisch japanische "Make Up-Suende". Ja sicher, niedlich ist sie,
aber irgendwie von allem ein bisschen viel......
Ungewoehnlich oft sieht man dagegen extrem schiefe Zaehne. Waehrend in Deutschland bei solchen Fehlstellungen relativ frueh reagiert wird und viele Kinder um die 10-12 rum schon eine Zahnspange haben, scheint das in Japan nicht sehr verbreitet zu sein. Mag auch daran liegen, das man in Japan doch einiges mehr beim Zahnarzt dazuzahlen muss als in Deutschland. Das Geld wird dann von vielen Frauen lieber in eine „Luis Vitton“- oder „Prada“-Handtasche investiert, die so oft ueberstolz zur Schau tragen. Nun gut, in letzter Zeit sieht man auch bei Frauen ueber 30 oefters mal Korrekturspangen. Langsam aber sicher scheint es beim Thema Zaehne also einen Wandel zu geben, nicht aber beim Thema Schuhe. High Heels sind fuer Japanerinnen ein absolutes Muss. Und seien die Beine auch noch so krumm, dick oder duenn, es muessen hohe Absaetze her. Oft kann man junge Frauen beobachten, die offensichtlich unter Schmerzen mit ihren High Heels herumschleichen. Oft sieht es so aus, als ob sie ihre teuren Handtaschen ausbalancieren muessten.
So, genug gelaestert. Demnaechst sind dann die japanischen Herren der Schoepfung dran......
Bis bald!
Frohes neues Jahr,
Oder wie die Japaner sagen: Akemashite omedetou gozaimasu! Ich hoffe ihr konntet alle ordentlich einen abfeiern auf Sylvester, weil ich konnte es nicht. Party, Saufen bis zum Morgen, laute Musik? Nix da! In Japan ist Neujahr absolute Stille angesagt, von den typischen Auslaenderkneipen mal abgesehen. Ganz Japan hockt am 31. Dezember vor dem Fernseher und schaut sich auf NHK eine hirnrissige „Countdown-Show“ an. Egal, ich hab mir mit meiner Frau trotzdem ein paar Bier und ein paar Glaeser Wein genehmigt, so das wir (typisch deutsch eben) am 1. Januar mit einem ordentlichen Schaedel aufgewacht sind und uns sofort auf dem Weg zum naechsten Schrein gemacht haben um zu beten. Hier ein paar Impressionen: 
Eingang zum Sugawara-Schrein in Setagaya-Ku
Hauptgebaeude/Setagaya-Schrein. Dort wird Geld gespendet und dann gebetet, bzw. Wuensche geaeussert.
Vorm Beten muss man sich Haende und Gesicht reinigen
Souvenirverkauf und Feuerstelle. Den Qualm soll man sich auf kranke Koerperteile wedeln. Nicht selten sieht man Maenner, die sich den Qualm in den Schritt wedeln.......
Am 2. Januar gings dann mal wieder ins deutsche Dorf Tokyo. Darueber habe ich mich schon in einem frueheren Beitrag ausgelassen. Trotz allem Klamauk und schlecht kopiertem deutschen Gehabe immer eine Reise wert, zumal es dort riesige Grasflaechen gibt, auf denen sich die Kinder mal so richtig austoben koennen. Auf dem ca. 70 Km langen Hinweg waren die Autobahnen erstaunlicherweise wie leergefegt. Gute Gelegenheit, mit unserem BB auch mal ueber 80 zu fahren.
Komische Kombination: Nachgebautes Bayern und Bier aus Norddeutschland. Egal, 2.50 Euro die Dose und wohl bekomms.....
Gesehn im German Village Tokyo: Videospiel in dem man Lokfuehrer ist! Mann war das aufregend......schnarch........
Kaum Autos unterwegs. Seltenes Bild auf den Autobahnen rund um Tokyo, besonders auf dem Chuto Ko, Tokyo's Ringautobahn.
Um Weihnachten und Neujahr war ich mal wieder verstaerkt mit dem Bike unterwegs. Was in Deutschland wegen Minusgraden praktisch unmoeglich ist, macht hier bei ca. 10-15 Grad immer noch Spass. Thermohose an und ab auf den Bock. Leider sind kaum japanische Biker unterwegs, mit denen man bei einer Pause ein bisschen quatschen koennte. Auf der Strasse vermisse ich sie nicht so sehr, da man wesentlich gelassener fahren kann, ohne staendig mit allzu bescheuerten Fahrmanoevern rechnen zu muessen. Meine Kawa lief wie eine Naehmaschine. Sorgen machen mir nur einige kleine Anfluege von Rost auf den Spiegelgestaengen oder an einigen Sicherheitssplinten. Wird Zeit das mein Bike in eine richtige Garage kommt.
Sagamiko-Stausee in der Kanagawa-Praefektur.
Meine "Kleine".....
Dank ueppigem Weihnachtsbonus gab es reichlich Unterhaltungs- und andere Elektronik zur Bescherung. Unter anderem gab es:
Playstation 3 mit 160GB Harddisk, Sharp Aquos 32 Zoll HD-TV, Sony Cordless Virtual Surround Kopfhoerer, Nintendo DSi, NEC La Vie Notebook 16 Zoll Widescreen, Sanwa Cordless Laser Mouse, alle 4 Staffeln von “LOST” auf DVD’s, div. PS3- und DS-Spiele und einen Dyson DC22. Endlich ein „maennlicher“ Staubsauger......
Bis dann....