How to: Autokauf in Japan

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Der Sprit wird immer teurer, alle Straßen sind eh schon verstopft, alle fahren wie die Bekloppten und zu allem Übel muss man das Fahren auf der Autobahn auch noch teuer bezahlen. Und trotzdem willst du dir in Tokyo ein Auto kaufen? Nun gut, dein Wille geschehe.....

Batman wäre stolz auf den Auspuff...
Der japanische Automarkt befindet sich zu 99,99% in japanischer Hand. So in etwa. Ja, es gibt ein paar Amis in Steinwurfentfernung der äußerst beliebten US-Kasernen, aber die Autos die dort angeboten werden, die wollt ihr nicht. Glaubt mir doch einfach mal. Ich gehe mal davon aus, das es erst mal ein gebrauchter Wagen sein soll. Wenn ihr dann später mal Manager seid, könnt ihr immer noch einen nagelneuen Wagen zu Schrott fahren. Also ab vor die Flimmerkiste und erst mal im Net informiert. Erste Anlaufadresse ist da wohl: http://www.carsensor.net/

Alder! AMG? Isse fiel su teuer Mann!

Verdammt, alles in Japanisch? Kein Problem, Freund Google hilft da gern weiter. Auch wenn so manches noch im Dunklen bleibt, kann man zumindest schon mal Preise vergleichen. Aha, was haben wir denn da? Ein geiler Sportwagen fuer nur 300.000 Yen. Super, den willst du haben, was? Aber oha, warum ist denn da auf einmal eine ellenlange Liste von Irgendetwas und am Ende werden aus den 300.000 gut und gern auch schon mal 600.000 Yen. Jaha, zum reinen Kaufpreis kommen natürlich erstmal die Erwerbssteuer, die Gewichtssteuer, das Anmelden und die Gebühren für dieses und jenes dazu. Merke: Je schwerer das Auto und desto mehr Hubraum = Autsch!
Ich empfehle euch hier einfach mal einen Händler in Tokyo, der auch Englisch versteht: http://www.safariauto.co.jp/
Vorteil: Die besorgen euch exakt genau das Auto, was ihr wollt, falls ihr euch nicht für eines entscheiden könnt, was sie eh auf dem Platz haben. Jedes Auto, unabhängig von Preis oder Zustand, geht erstmal in die Lackiererei und Kratzer werden entfernt und danach gibt’s eine Inspektion mit Ölwechsel usw.

Na, wenn das kein echtes Muschimobil ist....

Nun gut, in diesen sauren Apfel wirst du beißen, schließlich ist es ja ein tolles Auto. Jetzt brauchst du nur noch einen Parkplatz. Kein Parkplatz = kein Auto. Ganz einfach, was? Du glaubst, du bekommst zu deiner Wohnung einen Parkplatz dazu? Bwahahaha!

Also ab zum Halsabschn...... äh ........ Immobilienmakler deines Vertrauens. Evtl. kann er dir einen günstigen Parkplatz in der Nähe deiner Bude besorgen. In Tokyo heißt günstig so um die 20.000 Yen (200 Euro) im Monat. Mindestens. Dazu kommt noch eine Kaution in Höhe der Monatsmiete und da der Immobilienhai ja auch fressen muss, bekommt der auch nochmal eine Monatsmiete. Schwupp sind mal eben 60.000 Yen (600 Euro) weg. Und nein, dafür bekommst du keine Garage, sondern bestenfalls einen betonierten, meistens aber „bekieselten“ Platz unter freiem Himmel. Und „in der Nähe“ bedeutet auch schonmal 5-10 Minuten Fußweg. Mindestens. Nachdem du dann deinen Parkplatz artig bei der Polizei angemeldet hast, darfst du auch endlich dein Auto kaufen. In der Regel übernehmen die Händler fuer „eine kleine Gebühr“ diese Unannehmlichkeit.

Wasse Alder, Radschio höre?

Wie, du willst den Kaufvertrag unterschreiben? Nope, das geht natürlich gar nicht! Du brauchst deinen eigenen Namensstempel (Inkan). Und dieser Inkan muss natürlich auf Echtheit untersucht werden und zertifiziert werden. Da könnte ja sonst jeder kommen! Das lustige ist, ein Kei-Sha, also diese kleinen Funzelkarren mit 660 Kubik und gelbem Nummernschild, kannst du ohne Inkanzertifikat kaufen, ganz egal wie teuer diese sind. Na, ist das nicht ein tolles System? Aber glaubt mir, so eine Karre wollt ihr nicht. Spätestens, nachdem ihr gesehen habt, wie diese Karren und/oder deren Fahrer nach einem Unfall aussehen.

Noch was: Die meisten Karren hier sind Automatik. Bevor du das schwul findest, denk doch mal nach: Du kannst dich voll auf's Fahren und/oder Rumfummeln an deinem J-Gal (jaja, von mir aus auch J-Dude...) konzentrieren. Keine üble Sache....

So, mal schauen: Du hast also einen nachgewiesenen Parkplatz, einen erwiesen echten Stempel, einen japanischen Führerschein (ohne den gibt's keinen Parkplatz....) und noch genug Geld, um das Auto zu bezahlen? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt brauchst du nur noch ETC, oder willst du etwa jedesmal an der Autobahnausfahrt halten und in bar bezahlen? Dein freundlicher Händler baut dir dieses gern fuer „eine kleine Gebuehr“ in dein Auto. Kostet so um die 300 Euro und ihr müsst die ETC-Karte bei eurer Bank beantragen. Aber auch dabei hilft euch der freundliche Händler für ..... na? ....... Richtig! „Eine kleine Gebühr!“ Na siehst du, ist doch gar nicht sooooo schwer, was?

Quatsch GangBang-Karre, das ist Batman's Wohnmobil

Dringende Empfehlung: Kauft euch sofort ein Navi, sonst findet ihr nach der ersten Ausfahrt nie wieder nach Hause. Ohne Scheiss! Man erzählt sich von Gaijin, die seit Jahren durch Japan irren, nur weil sie zu geizig waren, ein paar Kröten für ein Navi zu bezahlen. Ehrlich! Was, ihr könnt kein Japanisch? Naja, fast kein Problem: Es gibt ne‘ Handvoll Navis, die zumindest englisches Menü und Sprachausgabe haben. Die Karten sind natürlich immer noch in Japanisch. Ist aber halb so wild. Wenn ihr mindestens Hiragana und/oder Katakana lesen und eingeben könnt, kommt ihr schon ans Ziel. Am besten immer an Kombinis oder Sehenswürdigkeiten in der Nähe eures Ziels orientieren und euch schon vorher am PC in Google Maps ein paar Infos zum Ziel holen. Oder ihr gebt einfach die Telefonnummer des Ziels ein. Klappt erstaunlich gut. Mein Navi:

So, jetzt noch ab zur Tanke. Nicht vergessen, hier gibt’s noch Normal (Regular) und Super (High Oku). Und nicht wundern: In Japstanken gibt es wirklich nur Sprit und Öl, kein Scheißhauspapier, kein Bier und auch keinen Playboy. Fahrt niemals zu einer „Self“ (Selbstbedienungstankstelle, weil ohne Dipl. Ing. in Maschinenbau UND Informatik, bekommt ihr das als Gaijin niemals geschnallt.

Ein guter Rat zum Schluss: Wenn ihr gegenüber euren J-Kollegen nicht vollkommen abstinken wollt, müsst ihr mindestens 5 zusätzliche Instrumente im Auto haben. Sowas wie Kompass, Stoppuhr, Radarwarner und so. Am besten mitten auf dem Armaturenbrett anpappen. Direkt neben den zusätzlichen Becherhaltern, zusätzlichen Aschenbechern und Keitaihaltern. Im Zubehörhandel gibt es Lochstreifenblech als Meterware um all das Zeugs zu befestigen. Dann noch ein getigerter Schaumstoffüberzug auf's Lenkrad (Was Lederlenkrad, bist du schwul, oder was?) schwarze Gardinen an die Seitenfenster und Kunstledersitzbezüge mit Knöpfen drauf und der Spaß kann losgehen......

Samurai Beetle?

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Tja, da isser:


Volkswagen New Beetle 2.0 Plus


Muss ich meinen Blog jetzt etwa in "Samurai Beetle" umbenennen?
Ist noch nicht ganz fertig, der Kleine. Musik muss noch rein.
Und wer mich kennt, der weiss, das wird eine Operation größeren Ausmaßes.

Was sonst noch so drin/dran ist:
Navi 7 inch, schwarze Ledersitze, Schiebedach, Alupedale,
Clarion Car Audio, Klima (klar...),
18 Zoll OZ-Alus 225/40, verstellbares Fahrwerk,
Edelstahlauspuff incl. Fächerkrümmer, Rundumspoilerpaket.

Und wenn ich die 100.000 Nachweise erbracht habe, die man hier zum
Kauf eines Autos braucht, darf ich ihn auch endlich abholen.
Danach gibt's dann ein "How to": Autokauf in Japan.

Bis denne.....

Ist das Leben nicht schoen? (Uncut Dance mix)

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Oi, das ist dochmal ne geile Bude! Wo die Besucher schon so empfangen werden, kann man sich doch eigentlich nur wohl fuehlen:

Herzlich willkommen, Freunde, Zeugen Jehovas, Jim und Bob von der Baptistenkirche und andere Klinkenputzer!

Nein, das ist nicht der Eingang zu Madame Fukumihado’s Folterkeller fuer gestresste Salarimen. Das ist der Eingang zu einem brandneuen Eigentumswohnungenturm, ganz in der Naehe meines Bueros! Guckst du: http://www.mastermindjuban.com/
Wird wohl leider ein bisschen zu teuer fuer mich sein. Da muss ich mir wohl erst eine reiche, einsame Japanerin an Land ziehen, die auf Gaijin steht. Mann, das koennte schwer werden.......


Nach all dem dusseligen Gelaber nun zum eigentlichen, aber genauso dusseligem  Thema:

Es sind die kleinen Sachen, die das Leben in Tokyo oft doch noch lebenswert erscheinen lassen. Eigentlich faellt es mir ja eher schwer, dem Zugfahren in Tokyo etwas positives abzugewinnen (Naja, die Reiberei an jungen J-Gals mal ausgenommen....), aber manchmal passieren auch dort Sachen, die mich zum Nachdenken oder Schmunzeln bringen. So wie heute in der Ginza Sen. Stehe ich doch genau vor einem schwulen Paar.

Woher ich das weiss? Nein, sie hatten kein Lipgloss drauf und auch keine klar lackierten Fingernaegel, das haben hier eher die „normalen“ Japanermaennchen. Sie sehen eigentlich ganz normal aus: Salariman Outfit, aber sehr gepflegt, Mantel, polierte schwarze Schuhe, gepflegter Haarschnitt, glatt rasiert. Gut, einer hat ein bisschen Lippenherpes, evtl. vom ...... na, ihr wisst schon, oder sie haben ein wenig mit „Dirty Sanchez“ herumexperimentiert. Spielt ja auch keine Rolle. Nein, was mich fasziniert hat, war diese Unbefangenheit, mit der sie sich ueber das, was sie heute Abend zusammen kochen wollen, was sie dazu anziehen und was fuer einen Film sie danach schauen, unterhalten haben und das sie sich wirklich sehr oft beruehrt haben. Und keinen hat’s gestoert.

Ich haette mich am liebsten dazugesetzt. Nein, ich bin nicht schwul. Ich habe genug Probleme mit Frauen, da muss ich mir nicht auch noch solche Probleme anlachen. Nein, wenn ich schwul waere, dann aber richtig. So mit knallenger Lederhose, Kroko-Cowboystiefeln und Netzshirt. Nope, ich haette ihnen am liebsten das Rezept fuer Kartoffelpuffer von Mama Coolio erzaehlt und ihnen erzaehlt, was ich heute Abend so vorhabe. Die haben einfach eine Behaglichkeit ausgestrahlt, ganz anders als „normale“ japanische Maenner, die immer glauben, einem Gaijin gegenueber den Macho raushaengen lassen zu muessen. Nun, Chuck Norris ist voll Macho, aber nicht du, Yoshikun. Und nun geh und stutz dir die Augenbrauen......


Jaa mata ne.......

UPDATE:Coolio's Testlabor: Bose MIE2 Ohrhoerer

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Ich habe ein Monster erschaffen.....


Vor dem Eingriff....


Nach dem Eingriff....


Wie ihr auf den Fotos sehen koennt, habe ich eine wesentliche Aenderung
an meinen Bose MIE2 vorgenommen. Jetzt sehen sie zwar nicht mehr ganz 
so stylisch aus, haben aber einen Sound, der sogar mir Angst macht.
War ganz einfach, Bose: Eure Stylingwunder-Ohrstuecke abgezogen,
in die Tiefen irgendeiner staubigen Kiste versenkt und die billigen 
Popel-Ohrstuecke von irgendeinem Audio Technica aufgeschoben, 
traterata: Fertig ist der Sound, fuer den Bose damals mal bekannt war,
bevor die Kollegen Wirtschaftsingenieure die Fertigung komplett in
chinesische Haende gegeben haben. Und nein, ihr braucht fuer diesen
Produktverbesserungsvorschlag nichts zu bezahlen. Danke. Wenn ihr 
weiterhin so eine "Qualitaet" herstellt, koennt ihr jeden Cent gebrauchen.


Aus lullerigem Bass wurde ein extremer Tiefenbass, den ich so vorher noch
nie erlebt habe. Ich muss praktisch alle Baesse herausnehmen, meine Ohren 
verkraften es sonst einfach nicht. Naja, die Hoehen sind auch drastisch 
zurueckgegangen, aber das habe ich nicht anders erwartet. Gut, das der
Equalizer meines Cowon X7 damit keine Probleme hat. Da werde ich noch 
ein wenig mit den Ohrstuecken herumexperimentieren, bevor ich sie mittels
Sekundenkleber auf immer mit den Bose verschweisse.


Mein Testsong fuer Audiozeugs aller Art: "Smack my bitch up" von 
The Prodigy. Lautsprecher, die bei dem Stueck nicht verzerren, 
wenn die Base einsetzt, haben meinen Respekt sicher. Versuchts mal....


Btw, wenn dir immer irgendein Quentchen fehlt, wenn du Musik auf deinem
iPhone, iPod, Sony Walkman oder sonst einem ueberteuertem Kram hoerst,
empfehle ich dir waermstens die Produkte der koreanischen Edelschmiede
Cowon. Nein, das sind keine "hochwertigen Qualitaetseinheitsprodukte 
aus China", sondern sehr edel verarbeitete High Tech-Geraete made in Korea.
Muss ja nicht gleich ein X7 sein. Ein kleineres Geraet tut es auch und ist 
qualitativ um Welten besser als alles oben schon genannte.


Bis denne.....

Du weisst, du warst zu lange in Japan, wenn…….

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Nachdem ich zufaellig auf diesen Eintrag von Bloggerkollege Kartoffelsushi (http://kartoffelsushi.blogspot.com/2011/12/du-weit-du-warst-zu-lange-in-japan-wenn.html) gestossen bin, kam mir sofort in den Sinn: Warum muss so’n Zeugs immer von Amis, Aussies oder Thommies kommen. Das koennen wir Deutschen doch auch, deshalb hier mal ein paar ergaenzende Vorschlaege á la coolio:






Du weisst, du warst zu lange in Japan, wenn…….

Men’s edition

....dir beim Kauf eines neuen Autos eigentlich nur die Farbe perlmuttweiss in den Kopf kommt.

....du dir, ohne mit der Wimper zu zucken, die Hose in die Stiefel oder Boots steckst (Nein, nicht zum Schlittenfahren oder Angeln, sondern fuer die Strasse).

....du anfaengst, deinen maennlichen Kollegen im Buero oder in der Kneipe die Schultern zu massieren.

.... Collar up bei Poloshirts und pinke T-Shirts fuer dich vollkommen akzeptabel sind.

.... du hellbraune Schuhe zum schwarzen Anzug traegst.

....du in jeden 2. Satz „soka, soka...“, „so desu ka....“, oder „eeeehhhhh?“ einstreust.

....du eine lange Jacke mit Fellkragen anziehst. In weiss.

.... du nicht mehr „ja“ oder „nein“ sagst, sondern nur noch „hm“.

.... du fuer’s Pinkeln im Stehen die Hose aufmachst und ein Stueck herunterziehst (Btw, kann mir DAS mal jemand erklaeren???).

....du morgens laenger im Bad brauchst als deine Frau/Freundin/Fuckbuddy, besonders fuer’s Augenbrauenzupfen. Das die Nasenhaare dir fast in den Mund wachsen und du es auf gar keinen Fall schaffst, dir auch noch die Zaehne zu putzen, findest du vollkommen akzeptabel.

....Pizza mit Mayo, Kartoffeln, Tintenfisch und Oktopus drauf, vollkommen ok fuer dich sind.

....du Bier und Wein (ja, auch Rotwein!) mit Eiswuerfeln lecker findest und den Camembert fuer 8 Euro direkt aus dem Kuehlschrank frisst.

....du dich nicht darueber wunderst, das es in einer Tankstelle wirklich nur Benzin und Oel gibt.

....du es vollkommen normal findest, das sich deine japanischen Kumpels im Onsen gegenseitig an der Nudel rumspielen und Groessenvergleiche anstellen.

....es dir entweder zu heiss oder zu kalt ist, aber auf gar keinen Fall angenehm.

....es dir nicht komisch vorkommt, das dir dein Arzt Zaepfchen verschreibt.


Women’s edition

....du deine Schuhe immer 2 Nummern zu gross kaufst und fuer eine haessliche Lousy Vuitton-Handtasche 5000 Euro ausgibst, anstatt dir erstmal die krummen Zaehne richten zu lassen.

....dir Maenner gefallen die weniger Koerperbehaarung haben als ein Schwanzlurch. Naja, ausser am Sack natuerlich.....

....du es vollkommen ok findest, das dir deine Schamhaare schon fast bis in den Hintern hineinwachsen.

....es dir nichts ausmacht, das dein Mann/Freund/Fuckbuddy beim gemeinsamen Essen schluerft, roelpst und furzt als ob es kein Morgen gaebe.

....du daran denkst, dir eine Augenfalte anoperieren zu lassen, oder dir das Arschloch (sorry, aber wie soll man das sonst nennen?) bleichen zu lassen.

....du im Winter zwar Muetze, Schal und Handschuhe brauchst, aber trotzdem einen ultrakurzen Minirock und Netzstockings zu deinen High Heels (nicht vergessen: 2 Nummern zu gross!) tragen musst.

....du in jeden Satz die Worte „kawaii“, „sugei“, „natsukashii“, „yadda“ „honto ni“ und „eeeehhhhh?“ einstreust.

....du es vollkommen ok findest, in Ultramini, Fishnets und Leopardenfelljacke ins Buero zu gehen. Achtung: Nicht die 2 Nummern zu grossen Ultra-High Heels oder Ultra-Buffalos (Jaha, die gibts in J immer noch.....) und deine Lousy Vuitton vergessen. Wenn’s fuer ne‘ Lousy Vuitton nicht reicht, kannst du auch eine Prada-Tuete nehmen, oder zumindest ne‘ Tuete mit irgendnem auslaendischen Spruch drauf.

....es dir entweder zu heiss oder zu kalt ist, aber auf gar keinen Fall angenehm.


Sex edition (beide Geschlechter)

....du beim Orgasmus nicht mehr kommst, sondern gehst.

....du als Frau nicht mehr lustlos „uuhh, aahh, gib’s mir du Hengst!“ stoehnst, sondern wie vom wilden Affen gebissen quiekst und schreist, als ob es kein Morgen gaebe.

....dir dein Mann/Freund/Fuckbuddy anstatt dich auszuziehen, erstmal eine Schuluniform, eine Dienstmaedchenuniform oder ein Schafskostuem anziehen will und/oder dir Zoepfe macht. Mit bunten Zopfbaendern.

....dir deine Frau/Freundin/Fuckbuddy anstatt dich auszuziehen, erstmal eine Schuluniform, eine Dienstmaedchenuniform oder ein Schafskostuem anziehen will.

....es dir ueberhaupt nichts ausmacht, wenn dir dein Sexpartner beim ersten Mal Rumfummeln sofort ordentlich zwischen den Arschbacken herumfuhrwerkt.

....du fuer den Sex mit deiner eigenen Frau/Freundin/Fuckbuddy im Lovehotel mehr bezahlst, als den Sex mit einer brandheissen chinesischen Nutte.

.... du ohne mit der Wimper zu zucken, Kondome mit Elefanten oder Pferden drauf an die Kasse traegst, oder gleich die in Japan vollkommen akzeptierte „Rausziehen und Abspritzen-Methode“ bevorzugst.

So, das war es von meiner Seite. Ergaenzende Vorschlaege werden gern angenommen....


UPDATE:


Die Liste von Leser Rob habe ich mal aus den Kommentaren genommen 
und stelle sie ein. Ist einfach zu gut (und zu wahr.....):


Anonym Rob hat gesagt...


Du weisst, du warst zu lange in Japan, wenn…….




... du es als männlicher Angestellter normal findest, dir an deinem Schreibtisch im Büro vor der chorei oder in der Mittagspause mit einem Nagelknipser die Fingernägel zu schneiden

... du als Kerl nur Frisuren kennst und trägst, bei denen die Haare immer fransig über den Ohren hängen

... du als Frau dir fluffig-braune Extensions mit Korkenzieher-Locken in die Haare klebst / hängst. Weil das total natürlich und kawaii aussieht.

... du überlegst, welche der tausend nützlichen und praktischen Dinge du aus dem JR Eki-Net "Train Shop" Katalog bestellen wirst

... du ALLES mit deinem keitai machst: telefonieren, E-Mails schreiben, im Netz surfen, fotografieren, im Konbini bezahlen, als Bahnticket benutzen, Purikura "verzieren" und per IR austauschen, etc.

... du, egal wo Du hinkommst, sofort einschläfst: im Zug, in der chourei, im Kundenmeeting, im Konzert, im Taxi, im Flugzeug, an der Autobahn-Raststätte im Auto mit laufendem Motor, ...

... du Guam, Hawaii, etc. wirklich als reale Erfahrung von kaigai / Ausland / einer Auslandsreise ansiehst

... du überlegst, ob du besser im örtlichen Nobel-Hotel oder doch besser auf Guam oder Hawaii heiratest. Für Hawaii würde sprechen, dass damit deine Freunde in den Genuss einer realen und vollwertigen Auslandsreise / -erfahrung kommen würden.

... du "Abschläge üben" auf den eingenetzten Golf-Driving-Ranges als "Golf spielen" ansiehst

... du es in Kauf nimmst, dass dir minutenlang die Augen weh tun wenn du in ländlichen Regionen nachts aus dem Dunklen in einen Flutlicht-hellen Konbini kommst. Generell findest du Konbinis ökologisch und die dort zu kaufenden Sachen lecker und preiswert.

... du Plastik-Autos a.k.a. kei-shas kawaii und benri (und nicht lächerlich und in Crash-situationen von der Sicherheit her eher zweifelhaft) findest

... du mit Ende 30 noch nie im Ausland warst, keinen Reisepass hast (noch nie besessen hast) und das völlig normal findest

... du selbst in den japanischen Alpen mit 3 Metern Schnee im Winter in einem Haus mit dünnen Holzwänden, ohne Zentralheizung, ohne isolierte Fenster etc. wohnst und das für dich "sho ga nai" ist. Dafür klebst du dir permanent Hitzepflaster auf deinen gesamten Körper, die du im 200er Pack in einer Drogerie kaufst.

... du im Büro fast alle Dokumente mit Excel erstellst

... du nichts von eigenverantwortlichem und proaktivem Arbeiten hältst und stattdessen jeden kleinsten Scheiss mit deinen Kollegen, senpais, Vorgesetzten etc. besprichst, weil es das "ho-ren-so" Prinzip so vorschreibt. Dafür sitzt du dann auch jeden Tag bis 22.00 im Büro. Und zwar nicht alleine, sondern schön mit all Deinen sauberen Kollegen zusammen.

... es für dich kein Problem ist, dass Japan es seit 70 Jahren nicht schafft, ein halbwegs entspanntes Verhältnis zu ALL seinen unmittelbaren Nachbarstaaten aufzubauen, und das aufgrund einer unfähigen und verfehlten (Auslands-)Politik.

... du, wenn Du nach deinem Hobby gefragt wirst, Dinge wie "Akihabara" oder "TV gucken" angibst

... du nichts über die seit Jahren konstant hohe Selbstmordrate in Japan von über 30.000 Menschen pro Jahr weisst, weil es kein großes Thema in der Gesellschaft ist und es dich auch nicht wirklich interessiert.
Dass die meisten Selbstmörder jünger als 35 sind und damit aus der Bevölkerungsgruppe stammen, die noch am ehesten die katastrophale Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung Japans aufhalten könnte, geht damit komplett an dir vorbei.

... du es als normal ansiehst, dass sich seit Jahren mehr als 30.000 Menschen pro Jahr in Japan umbringen und die Politik nichts dagegen macht. Schließlich gibt es für die Politik wichtigere Themen, wie z.B.: ... ... ... ... ... innerparteiliche Grabenkämpfe?

... du am Donnerstag von Deinem Chef gesagt bekommst: "Am nächsten Sonntag fliegen Sie beruflich für eine Woche nach China. Dann arbeiten Sie dort von Montag bis Samstag. Sonntags kommen Sie zurück, dann werden Sie Montags in der chorei Bericht erstatten" und deine Kollegen sagen nicht: "Was für ein Scheiß-Plan, und der Chef ist eh ein A***loch" sondern "Ganbatte kudasai"



Und noch ein nuetzliches Update von Kollege Felix:

Anonym Felix hat gesagt...


Hier ein paar: "Du weisst, du warst zu lange in Japan, wenn……." von mir:

… wenn der 7/11 Verkäufer dein „Kare pan kudasai“ nicht mehr mit „Watto wanto ka“ beantwortet.

… wenn du die superhöflichen Verkäufer verstehen kannst.

… wenn Japaner nicht mehr deine Japanisch Kenntnisse komplementieren sondern sich mit dem Gesichtsausdruck „Hilfe ein Spion“ links und rechts nach Hilfe umgucken.

… dir nicht mehr die tränen kommen wenn du einen 20 Jährigen in seiner S-Klasse rumtrotteln siehst während du in deinem K-Car sitzt.

…wenn du für eine normal schlanke Frau mit C-Körpchen töten würdest.

…wenn du nach einem Bar besuch einfach einen Regenschirm mitnimmst. Es ist zwar nicht deiner, aber es Regnet und du selbst hast schon so viele Regenschirme gespendet.

… wenn du dein Frühstück genau die Zeit dauert die du brauchst um von einem Konbini zum Andern zu gehen.

… wenn du an Sylvester dich über die gute musikalische Unterhaltung im TV freust.

… wenn du im Winter ein Mädchen siehst und dir denkst „Hmm, uninteressant. Über 16“ anstelle von „Scheiße, ist dir nicht KALT?“

… wenn du weist wann man –na verwenden kann.

… wenn dein Gehirn aus groben Pixeln ein hoch aufgelöstes Bild zusammen puzzeln kann.

… wenn der Izakaya Besitzer dich ohne Tränen in den Augen begrüßt.

… wenn du keine Schokolade am 14. Feb. kaufst.

… wenn du besoffen in der Gasse liegst und jemand stoßt dich an und dein erstes Wort „Sumimasen“ ist.

… wenn du dich nicht mehr wunderst warum man in Laboratorien die Sicherheitsschuhe ausziehen muss anstatt von an.

… wenn du dich nicht mehr darüber wunderst, dass deine neue Bekanntschaft dich 30 minuten verhört wie die Polizei aber dir noch immer nicht ihren Namen verraten hat.

… wenn dich Japaner nicht mehr fragen on du Amerika-jin bist.

… wenn deine Handy-Nr. zwei no’s beinhaltet.

… wenn Engirisu und Deutsch du hast verlernt. Demo Nihongo…

… wenn du Leute nicht mehr fragst ob Sie selbstständig arbeiten können.

… wenn du dich nicht wunderst das die Selbstbedienung-Tankstelle einen Angestellten hat.

… wenn du Anzugtragend selbst im Sommer nicht schwitzt.

… wenn du glaubst, dass „ii tenki desu ne“ und „soo desu ne“ eine gute Konservation war.

… wenn du als Mann eine weiße Handtasche mit gefälschten Diamanten kaufst. Und Sie kakkoi findest.

… wenn du anfängst nach einen Bier deine Kollegen gleichen Geschlechts zu betatschen.

… wenn dich Japaner nicht mehr fragen wie du Natto findest, während du süße, getrocknete Fische isst.

… wenn du dich freust, dass dir der Arzt für Augenschmerzen genau das gleiche Pulver gibt wie damals bei deiner Erkältung.

… wenn du nicht mehr über die Englische Beschriftungen lächeln musst.

… wenn du beim Rauchen nicht mehr an sexuell intendiertes blasen denken musst.

… wenn nicht mehr versuchst Frauen zu küssen, sondern einfach nur Titten und Arsch begrabschen.

… wenn du dich nicht mehr
wunderst, dass die Frau, die du 2h vorher kennen gelernt hast, dich enttäuscht anguckst weil du ein Kondom überziehst.

… wenn du gleichzeitig rauchen, Kaffee trinken und E-Mail schreiben kannst. Während du zur Arbeit gehst.

… wenn du dir keine Sorgen machst wenn dein Flugzeug irgendwo im nirgendwo abstürzt. Schließlich ist der nächste Dosen Kaffee direkt hinter dem nächsten Baum versteckt.

… wenn du Schwimmflügel im Schwimmbad trägst.

… wenn du im Englischen alle deine Verben an das Ende des Satzes stellst und sie mit –ing enden lässt.


Coolio's Testlabor: Bose MIE2 Ohrhoerer

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Da ich meine wunderbaren 400 Euro teueren Shure 535 Ohrhoerer verloren habe (Fragt nicht, Alkohol machts moeglich….), musste schnellstens Ersatz her. Wer jeden Morgen in oeffentlichen Verkehrmitteln unterwegs ist, kann mich sicher verstehen. Nichts ist schlimmer als das eintoenige, sich staendig wiederholende Geschnatter von Schulmaedchen. Also ab in den Laden. Ich hatte mir selbst geschworen, nie wieder so derart teure Ohrhoerer wie den Shure zu kaufen. Mir war auch klar, das ich deswegen Abstriche im Klang machen musste. Was ist mir wichtig? Bass! Also lag eine Loesung von Bose nahe. Kurz geschaut: Bose MIE2, knapp 150 Euro und damit preislich im Mittelfeld. Die Dinger werden in der Fachpresse ueber den gruenen Klee als bassfest und bequem zu tragen gelobt. Das haette mich misstrauisch machen sollen......

Design an sich geht in Ordnung. Die Farbkombi schwarz/weiss passt zu allen Playern/Smartphones, aber die ovalen Ohrstuecke machen mich stutzig. In der Beschreibung steht dann auch sinnigerweise: Das Tragen von In-Earphones kann am Anfang etwas stoerend empfunden werden, doch daran gewoehnt man sich schnell, besonders wenn man sich Zeit bei der Auswahl der Ohrstuecke laesst. Wie wahr. Ne, eigentlich nicht, denn die Dinger tun auch nach mehrfachem Tragen und Tauschen der Ohrstuecke einfach nur weh. Klar, 3 verschiedene Groessen liegen bei: S, M, L, und noch zwei Groessen mit eigenartigen „Fluegeln“ aus Silikon, die ein sicheres Tragen auch beim Sport ermoeglichen sollen. Kleiner Tip an Bose: Sicheren
Sitz erreicht man durch dicht im Ohr sitzende Ohrstuecke!

Ganz klar DIE Referenz: Shure SE 535

Der Radius der Ohrstuecke ist dann auch tatsaechlich verschieden, aber das eigentliche Ohrstueck das ins Ohr geschoben wird, ist oval und immer gleich gross. Bei anderen In Ohrhoerern war es leicht: Mittleres Ohrstueck ausgesucht, rein ins Ohr: passt und ist dicht. Das ist bei den Bose MIE2 kaum moeglich. Waehle ich das mittlere Ohrstueck, bekomme ich zwar eine ertraegliche Lautstaerke, aber der Tiefenbass laesst stark zu wuenschen uebrig. Noch dazu scheuern die Teile und die Gehaeusekanten schleifen am Ohr. Aua! Klar, Bass braucht Resonanzraum und deshalb ein grosses Gehaeuse, aber offensichtlich ist der chinesische Produktdesigner (Bose made in USA? Bwahahaha!!!) da etwas uebers Ziel hinausgeschossen. Der Shure 535 vereinigt 3 Klangquellen (also 3 Lautsprecher fuer Bass, Mitten und Hoehen) im zugegebenermassen haesslichen Gehaeuse und ist trotzdem kleiner und ergonomischer geformt als der Bose, der nur eine Klangquelle hat, aber bei dem das Design wohl vor dem Tragekomfort kam.

Die kleinen Ohrstuecke passen zwar in meine Ohrmuschel, aber schliessen absolut nicht dicht ab, weshalb viel zu viele Aussengeraesche durchkommen und die Lautstaerke stark abfaellt. Der Bass ist ok, wird aber durch das noetige Anheben des Lautstaerkepegels sehr schnell verzerrt. Wem die L-Ohrstuecke passen sollten: „Hallo Dumbo!“ Wichtiger waere gewesen, auch die Eingaenge ins Ohr verschieden gross zu gestalten und vor allem rund. So ist auch eine Abschirmung vor Aussengeraeuschen gewaehrleistet. Da brauch es keine teuere und schwere (Batterie) Noise Cancelling-Technik, die noch dazu den Klang stoerend beeintraechtigt.

Eigenartige Ohrstuecke: Bose MIE2

Das Benutzen der „erweiterten“ Funktionen fuers Smartphone (Micro mit Taste) klappt gut. Die gesamte Produktqualitaet ist typisch chinesische Ware der unteren Qualitaetsmittelklasse, dementsprechend enttaeuschend auch die Haptik. Bei Ohrhoerern fuer 150 Euro erwarte ich da deutlich mehr, siehe Sennheiser. Ich bin fest davon ueberzeugt, das der Bose MIE2 mit vernuenftigen Ohrstuecken einen Superklang hat fuer ein Geraet aus der Mittelklasse, deshalb werde ich mit verschiedenen Ohrstuecken anderer Hersteller herumprobieren, bis es fuer mich „funzt“.

Fazit: Fuer den Preis enttaeuschende Produkthaptik, eigenartig geformte Ohrstuecke, aber wenn es dann passt: ein Superklang fuer die Geraeteklasse, mit tollem Tiefenbass und akzeptierbaren Hoehen. Besonders geeignet fuer Pop, Eurodance, Techno, Trance und Hip Hop. Klassik- und Melodierockliebhaber: Eher Finger weg, da zuwenig Hoehen.
Unbedingt Probehoeren mit eigenem Player! Meine Testplayer: Cowon X7, iPhone 4S, Sony Walkman NWZ-E453.  


Btw: Top-Suchbegriff des neuen Jahres: Erwischt beim riechen an Mädchenschuhen. Wtf???

Nur ein Traum, Junge .....

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02.47 Uhr. Langsam werden die Ziffern auf der Uhr deutlicher. Ich höre sie ticken. Warum? Es ist eine Digitaluhr. Ich habe einen eigenartigen Geschmack im Mund. So, als wenn man süßen Alkohol trinkt und dabei eine rohe Zwiebel isst.

Es war nur ein Traum, Junge .....

Wer sagt das? Wieso Traum? Ich bin doch wach, oder?

Oder!

Ich spule durch meinen Traum, wie durch einen Leihporno. Brrrrrizzzz: "Nein Mama! Du kannst kein Auto fahren! Du bist blind!" "Keine Angst mein Junge. Sag mir einfach nur wo ich lang muss." Links, rechts, links, rechts. Ganz einfach. Das Auto ist rot. Ein rotes Cabrio mit weißen Ledersitzen. Auf den Ledersitzen sind weiße Lederknöpfe. Brrrrrrizzz: "Turnschuhe für 200 Mark, was? Wieviel machen sie dafür freiwillig?" Brrrrrrizzzzz: "Morgen bringst du 5 Mark mit, oder du bekommst was in die Fresse. Wenn du mich verpfeifst, mache ich dich platt. Bei der Ehre meiner Mutter!" Brrrrrrizzzz: Ich kann ganz genau die Wellen sehen, wie sie auf die Felsen aufschlagen. Die Gischt kommt fast bis hier oben. Salznebel schwebt durch die Luft. Ich kann nicht mehr weiterspulen. Verdammt! Immer derselbe Traum! Immer wieder schlägt die Brandung an die Steilküste.

Von irgendwo her ertönt ein Weihnachtslied: "I'm dreaming of a white christmas." Wo ist der Schnee? Mir ist heiß. Vor mir bückt sich eine Frau ohne Gesicht. Sie hat lange schwarze Haare und hält sich am Geländer fest, das an der Steilküste grenzt. Ich stoße immer wieder fest zu. Sie schreit wie von Sinnen. Nein, ich schreie wie von Sinnen. Sie raucht einen Joint. Ich habe Angst, das ich sie durch das Geländer stoße. Es gibt immer mehr nach. Ich lecke das Salz von ihren Schultern. Seltsam anteilslos lässt sie alles über sich ergehen. Ich stosse immer brutaler zu. Sie raucht weiter. Brrrrizzzzz: "Was fällt dir ein, mich in den Arm zu nehmen? Dafür ist es jetzt zu spät! Geh weg!" Sie stößt mich von sich. Vor all meinen Klassenkameraden.

Brrrrizzzz: Ich fahre ueber die Schafsbrücke, biege links in den Waldweg ein. Mein Fahrrad müht sich durch den Schlamm. Vom Weg aus kann man den Bunker kaum sehen. Verdammt, wo ist der Eingang? Alles voller Blätter. Ist es Herbst? Oder Winter? Ich weiss es nicht. Ich habe einen Schlafanzug an. Da ist das Loch. Ich schmeisse mein Fahrrad ins Laub, decke es ein wenig ab und krieche auf allen Vieren in den Bunker. Es riecht nach Schnaps und kaltem Rauch. Hoffentlich ist der Penner nicht da. Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Dunkelheit. Ich sehe das zweite Loch. Es liegt in einer Linie mit dem Eingangsloch. Wahrscheinlich ein Volltreffer. Ich winde mich an rostigen Eisenstangen vorbei durch das Loch. Die Wand ist verdammt dick, bestimmt 2 Meter. Ha, hier kommt sonst keiner durch!

Der Raum ist stockdunkel, aber noch lasse ich meine Lampe aus. Ich brauche das Licht später vielleicht dringender. Ich kenne den Weg auch mit geschlossenen Augen. Da ist die Bodenklappe. Sie ist schwer, aber ich bekomme sie auf. Wie immer. Die Erde, mit der ich die Klappe abgedeckt habe, rutscht zur Seite. Ein fauliger Geruch schlägt mir entgegen, ich höre das Tropfen von Wasser. Langsam steige ich die Leiter hinunter. Es geht ca. 30 Meter nach unten, dann komme ich an eine Stelle, wo ein Raum in sich zusammengefallen ist. Vielleicht durch eine Explosion? Es riecht nach feuchter Erde. Hier wird es wirklich eng. Ich muss mich durch die Reste vom Drahtgitter, das einmal in den Beton eingegossen war, Zentimeter für Zentimeter durchtasten. Ich habe Angst. Wenn jetzt der Rest des Raumes auch noch einstürzt, bin ich sowas von tot. Spitzer Draht schneidet mir durch den Schlafanzug ins Fleisch. Das gibt Zoff mit Oma und im Schwimmunterricht wird mich der Lehrer wieder zur Seite nehmen und blöde Fragen stellen. Egal. Ich muss jetzt hier durch. Ich schalte die Stirnlampe an. Ein tolles Gimmick aus der letzten Yps. Ersatzbirne und Batterien habe ich mit Tesa an den Kopfgurt geklebt.

Durch das Drahtgeflecht bin ich hindurch, jetzt türmt sich ein Schuttberg vor mir auf. Bis hierhin war ich schon vorher. Mitten im Schutt finde ich eine Gasmaske. Sie sieht seltsam neu und bedrohlich aus. Stein um Stein hebe ich aus dem engen Tunnel. Manche sind ganz schön schwer. Endlich sehe ich einen grünlichen Schimmer. Ich schalte die Lampe aus. Die letzten Steine stosse ich nach vorn aus dem Tunnel. Mit einem dumpfen Geräusch schlagen sie auf. Ich klettere aus dem Loch und hangele mich nach unten auf den Boden. Durch irgendwelche Rohre fällt ein wenig Licht in den Raum. Ich stehe in einer riesigen Halle. Nein, in einem riesigen Tunnel. Das Licht der Yps-Stirnlampe reicht nicht, um die Enden auszuleuchten. Das Licht verliert sich in der Weite. Endlos.

In der Mitte des Tunnels fliesst ein ca. 10 Meter breiter Kanal. Das Wasser schimmert grünlich und bewegt sich kaum merklich. An beiden Seiten des Kanals sind ca. 2 Meter breite, gepflasterte Wege. Unmöglich auf die andere Seite zu kommen. Alles sieht seltsam sauber aus. An der Decke kann ich total verrostete Lampen und andere Gerätschaften erkennen, von denen Kabel nach unten weg zu kleinen, verrosteten Schaltschränken fuehren. Unheimlich still ist es hier. Ich oeffne einen der Schaltschränke. Nichts drin. Ein paar Kabelenden hängen herein. Ich markiere meinen Einstieg mit weisser Kreide. Wo hab ich die bloss plötzlich weg? Mein Schlafanzug hat keine Taschen. Egal. Ich setze mich in Bewegung. So leise wie möglich laufe ich den Tunnel hinunter. Hinunter? Naja, in die Richtung, in die das Wasser fliesst. Ich bin ungefähr 15 Minuten gelaufen, muss also ungefähr einen Kilometer zurückgelegt haben. Nichts hat sich verändert. Was zur Hölle macht so ein langer Tunnel hier unter der Erde? Sieht aus wie ein Kanal für Schiffe. Das Wasser sieht bedrohlich tief aus. Irgendwas ist hier unten, auf der anderen Seite des Kanals. Ich kann es nicht sehen oder hören, aber es ist da. Ich habe Angst und kann merken, wie sich die Haare auf meinen Armen aufrichten. Ich muss hier raus!

Brrrrizzzz: "Junge, holst du deinem Opa noch ein letztes Glas Wasser?" Der Flur ist kalt. Ich habe keine Pantoffel an. Die Tür zum Klo ist offen. Es ist eigentlich gar nicht so dunkel, trotzdem habe ich Angst. Das Treppenhaus und die große Treppe haben mir schon immer ein bisschen Angst gemacht. Aber nur ein bisschen. Der Wasserhahn ist eiskalt, so wie meine Füsse. Es scheint eine Ewigkeit zu vergehen, bis das Wasser aus dem Hahn kommt. Warum hab ich es nur so seltsam eilig? Warum habe ich Angst? Endlich ist das Glas voll. Quietschend drehe ich den Hahn wieder zu. Er tropft nach. Im Flur schwebt ein eigenartiges Licht. Ich mag das Treppenhaus nicht. Ich erreiche Großvaters Bett und hebe die schwere Bettdecke von seinem Gesicht. Er ist wohl eingeschlafen. Er sieht seltsam zufrieden aus. "Gute Nacht Opa. Ich hab dich lieb." Durch das Fenster im Treppenhaus fällt Licht auf sein Gesicht und seine weißen Haare. Draußen streiten sich rallige Katzen.

03.51 Uhr. Ich habe Tränen in den Augen. Warum? Ich kann hören, wie das erste Postmoped vor dem Haus hält. Quietschend wird der Ständer ausgeklappt. Ruhig und entspannt blubbert der Motor im Leerlauf. Brrrrrrizzz: Am Morgen holen sie ihn ab. Es ist ein großer schwarzer Opel. Meine Oma weint nicht. Sie hat keine Tränen mehr, sagt sie. Ich weine für sie mit. Ich darf nicht mit auf die Beerdigung, weil ich noch zu klein bin. "Ich hab dich auch lieb, mein Junge."

07.00 Uhr. Der Wecker klingelt. Ein neuer Tag beginnt.

It's only a dream, dude. Only a dream.......

2012....

10

Akemashite omedetou gozaimasu!


Frohes neues Jahr meine Schnuffis!


Wollen wir hoffen, das dieses Jahr besonders für Japan besser wird.
Nachdem wir in 2011 schon so ziemlich alle Katastrophen beisammen 
hatten, kann es ja eigentlich nur noch besser werden.


Ich persönlich habe mal wieder aufgerüstet, um für das neue Jahr
besser gewappnet zu sein. Zum einen hiermit: 


Olympus Pen Mini (Ja, in braun....)
Und eigentlich noch wichtiger:
Soeks Nuk-079
Yep, ein Strahlenmessgerät. Ich will mich nicht mehr auf die 
Aussagen der japanischen Medien und erst recht nicht auf die Lügen
der japanischen Politiker verlassen. Andererseits will ich aber auch nicht 
all den nach Aufmerksamkeit heischenden "Atom"-Blogs vertrauen, 
die zur Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen und mit fragwürdigen 
Vermutungen Panik vor allem unter japanischen Müttern verbreiten.
Kleines Beispiel:


(Derselbe "Müll" ins Englische übersetzt.)

Bei mir in der Wohnung sieht es so aus:

Alles im grünen Bereich......

Ich werde in nächster Zeit mal so einige "verdächtige" Ecken abklappern
und selbst mal nachmessen. Ergebnisse stelle ich natürlich online.

Bis denne......