Mein Freund Atzu (Teil 3)

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So, da sitze ich also mit einem Yakuzaboss, der so aussieht wie die asiatische Version von Atze Schroeder, splitterfasernackt in einem Rotenburo (Aussen-Onsen) vor seinem Haus, irgendwo in der Pampa zwischen Tokyo und Saitama. Eine Dame mittleren Alters betritt den Raum. Ich befuerchte schon das Schlimmste, da zerstoert sie meine Illusion und sagt, das wir gefaelligst zum Abendessen kommen sollen. Gut, nichts wie raus aus dem Wasser, rein in die Klamotten und ab ins Speisezimmer. Und siehe da, die zuvor finster dreinschauenden „Bademantel“-Kollegen haben sich in Dressmaenner im feinsten Zwirn verwandelt und sitzen schon am langen Tisch. Da ist ganz sicher kein Anzug unter 1000 Euro dabei.

Aeltere Damen im Kimono tragen typisch japanische Speisen auf. Bierflaschen werden geoeffnet, teurer Sake macht die Runde. Die Gespraeche werden immer lauter, bis dann nach einiger Zeit die Aufmersamkeit auf mich faellt. Fragen werden gestellt. Immer dieselben Fragen, die ich in Japan schon 1000mal gestellt bekommen habe: Wo kommst du her? Was willst du hier? Wann gehst du wieder zurueck? Wie lang ist dein Penis? Und nach der Antwort auf diese Frage: Aber
der ist doch sicher zu gross fuer japanische Frauen, oder? Und so weiter.....

Ploetzlich unterbricht Atzu den froehlichen Reigen: „Leute, es ist Zeit fuer Karaoke!“ Fuck! Ich hasse Karaoke! Abgrundtief! Es ist immer dasselbe! Wenn ich mit meiner Familie zum Karaoke „gezwungen“ werde, heisst es auch immer: „Ach komm, du brauchst doch garnicht singen. Die Kinder singen und du kannst was essen!“ Ihr ahnt es schon: Die Kinder fressen als ob es kein Morgen gaebe und ich muss singen! Ich hasse es!

Mein energisches „NEIN!“ wird von der Menge nicht akzeptiert. Ich muss singen, das ist Ehrensache! Na gut, schlimmer kann es nicht kommen.Geb her das Mikro!

Ich sollte den Tag nicht vor dem Abend loben..........

Atzu gesellt sich zu mir, ich rechne schon mit dem Schlimmsten, doch es kommt noch schlimmer: Die ersten Takte „Moskau“ von der weltbekannten und von allen geliebten Popgruppe Dschinghis Khan erklingen! OmG, wie habe ich die gehasst! Und es ist mit den Jahren nicht besser geworden. Atzu steigt voll mit ein und zerrt an mir wie ein Baer an seiner Beute. Jetzt soll ich auch noch tanzen, oder wie? Ich gebe jeden Widerstand auf und schmettere „Moskau“ aus voller Kehle, dazu bewege ich mich arythmisch gegen den Takt, im Duett mit Atzu. Bitte lieber Gott, lass es nicht die Maxiversion sein, ich gehe auch von jetzt ab jeden Sonntag in den Schrein. Tut mir leid, aber Kirchen haben wir hier nicht. Nach 3 Minuten hat die Qual ein Ende, Atzu
steigt sichtlich befriedigt von der Buehne, seine „Untergebenen“ sparen nicht mit Applaus.

Es folgt ein buntes Potpourri aus japanischem J-Pop und amerikanischen Liedgut. Einer singt sogar Celine Dion’s Titaniclied. Wenn ich nur daran denke, bluten mir noch heute die Ohren. Ich betaeube meine Schmerz mit reichlich Atzukan (heisser Sake).

Nach und nach kippen die Gesellen um. Es ist tatsaechlich „nicht nur ein Spruch“: Die Japaner saufen wirklich bis zum Umfallen! Nach 2 Stunden ist der Zauber vorbei und ich verabschiede mich vom harten Kern, der bis zum Ende durchgehalten hat. Atzu besteht darauf, mich persoenlich nach Hause zu fahren, obwohl er sicherlich ca. einen Liter Sake intus hat. Mein Flehen nach einem Taxi wird nicht erhoert. Naja, ich hab den Abend ueberlebt, was soll da jetzt schon noch passieren? Atzu hat reichlich Muehe sein Raumschiff auf Kurs zu halten. Ich erinnere ihn freundlich daran, es mal mit Licht zu versuchen, schliesslich ist es 2 Uhr Nachts.

Irgendwie schaffen wir es bis nach Meidaimae, Atzu steigt mit aus, haut mir mit Schmackes auf die Schulter, bietet mir seine Hilfe an falls ich irgendwelche Schwierigkeiten habe und verabschiedet sich mit einem sauber gelalltem: „Jaa Mata ne!“ Sagt’s, klettert zurueck in seine amerikanische Schwanzverlaengerung, legt einen ordentlichen Kavallierstart hin (direkt vorm Koban....) und laesst mich tief verstoert zurueck. Kurzer Check: Alle Finger sind noch dran, Analjungfrau bin ich auch noch und ein Ganzkoerpertattoo haben sie mir auch nicht verpasst.

Immer dieses Geschwaetz! So schlimm sind die doch gar nicht, die Yakuza...................

Mein Freund Atzu (Teil 2)

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Soweit, so gut. Ich bin also grad von einem der dienstaeltesten Yakuza (lt. Schwiegervater) eingeladen worden, nachdem ich ihm beinahe mit einem grossen Englaender (verstellbarer Schluessel) den Schaedel eingeschlagen habe. Den ganzen restlichen Nachmittag habe ich ein flaues Gefuehl im Magen. Was wird mir in seinem „privaten Club“ wohl widerfahren? Werden sie mir erst ein paar Finger abschneiden, dann vergewaltigen und dann erschiessen? Oder werden sie mich erst erschiessen und dann vergewaltigen? Ich weiss es nicht.....

Punkt 7 rollt seine Gangstakarre auf den Hof. Ich warte im Anzug, mein Hemd ist nassgeschwitzt. Atzu steigt aus, GsD traegt er diesmal auch einen Anzug. Ich habe also richtig gewaehlt. Breit grinsend kommt er auf mich zu, klopft mir auf die Schulter und sagt: „Komm, steig ein! Die anderen warten schon!“ Die Anderen? DIE ANDEREN? Welche Anderen? Etwa seine „Metzger“? Bevor ich mir weitere Gedanken machen kann, gibt Atzu seiner Karre die Sporen und brettert mit 90 ueber die fast leere Strasse in Richtung Saitama. Der muss in seinem frueheren Leben Taxifahrer gewesen sein. Gut das ich noch nichts gegessen habe....

Waehrend der Fahrt sprechen wir nicht viel. Atzu ist voll beschaeftigt, seinen Strassenkreuzer auf Kurs zu halten. Trotz mehrerer Schichten Sitzkissen unter ihm, kann er kaum ueber das Lenkrad schauen.

Nach 30 Minuten kommen wir an einem grossen, leicht heruntergekommenen Haus im japanischen Stil an. Das ist sein Club? Naja, egal. Jetzt ist eh‘ alles zu spaet, also fuege ich mich in mein Schicksal und folge ihm ins Haus. Schuhe aus, rosa Schlappen an, das perfekte Outfit fuer einen gemuetlichen Abend. Von innen sieht das Haus deutlich ansprechender aus. Der Eingangshalle folgt ein riesiger „Aufenthaltsraum“, ausgelegt mit Tatami, in dem einige der schraegsten Gesellen sitzen, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Alle tragen einen Yukata (leichter „Bademantel“), unter manchen blitzen astrein gestochene Tattoos hervor. An der Wand haengt eine angsteinfloessende Kollektion von Katanas (Samuraischwertern). Langsam tropft mir der Schweiss zwischen die Arschbacken. Keiner sagt ein Wort, bis Atzu mich lautstark vorstellt und unser Zusammentreffen schildert. Ploetzlich aendert sich die Stimmung, Gelaechter bricht aus. Freundlich kommen mehrere der „Kollegen“ auf mich zu, mustern mich von oben bis unten, um mir dann die Hand hinzuhalten, bzw. was davon uebrig geblieben ist.
Das geht ein paar Minuten so weiter, dann sagt Atzu: „Komm, wir nehmen erstmal ein Bad. Nach einem Tag voller Arbeit soll man sich entspannen!“ OmG, wusste ich’s doch! Der will mir an die Kloeten! Schweigend folge ich ihm in eine Art Umkleideraum, in dem eine alte Frau saubermacht. Atzu stoert das nicht, in nullkommanix hat er sich seiner Klamotten entledigt und bringt so sein praechtiges Tattoo zum Vorschein, das sich von den Schultern ueber den Hintern, bis runter in die Kniekehlen erstreckt. Respekt! Fast schaeme ich mich mit meinem Monogramm auf der Schulter. Naja, dafuer hab ich den groesseren Schnie..... Aber das ist eine andere Geschichte.

Ruckzuck krieg ich einen Yukata verpasst, der bei mir aussieht wie eins dieser Minikleider, die man Abends (oder ganz frueh Morgens...) an den typischen Shibuyaschlampen sehen kann. Ab gehts in den naechsten Raum, ein typisches japanisches Bad mit 5 Waschstellen, ziemlich sauber das Ganze. Atzu hockt sich sofort hin und faengt an sich zu waschen. Ich setze mich vorsichtshalber auf den uebernaechsten Hocker und fange an, mir den Angstschweiss abzuduschen. Nach ein paar Minuten geht’s dann raus in den Garten, langsam laesst sich Atzu in ein Rotenburo (Onsen, also heisse Quelle, nur halt draussen) gleiten. Eindrucksvoll! Selbst ein kleiner kuenstlicher Wasserfall und ein Jacuzzibereich sind da, das ca. 5 x 5 Meter grosse Becken wird auf der einen Seite von Palmen gesaeumt, auf der anderen Seite steht ein Zaun aus dicken Bambusstaemmen. Atzu setzt sich in den Jacuzzibereich und winkt mich zu sich. „Mann, du musst dich entspannen. Du siehst aus, als ob du kurz vorm Herzinfarkt stehst!“ Bingo Atzu, nah dran! Im Yacuzzibereich angekommen, lasse ich erstmal der Natur freien Lauf und lasse den
sich ueber Stunden angestauten Angstfurz ins Blubberwasser entgleiten. Puuh, das wurd Zeit!

Atzu faengt an zu erzaehlen. Von seiner Ausbildung als Tatamiknuepfer, von seiner geilen Zeit als Bosozoku und von seinem Eintritt in die „Innung“, von dem ersten Mal, als er sich in Gegenwart seines Bosses eine Fingerkuppe abschnitt und sein Boss sagte: „Das reicht nicht! Mehr!“ Mehrere Jahre Knast haetten ihn gepraegt, aber ich braeuchte keine Angst haben, seine Wuerde als Mann haette er niemals verloren. Puh, Glueck gehabt. Langsam wird mir Atzu noch richtig sympathisch!


Fortsetzung folgt.......

Yurikamome

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Heute mal was Besinnliches fuer Tokyo Fans:

Eine Fahrt mit der Yurikamome (fuehrerlose Hochbahn)
von Hinode bis zur Endstation in Shimbashi.
Jaja, die Fahrt ueber die Rainbow Bridge hab ich extra weggelassen,
da sieht man eh' nur Gitter.
Das kann Big Al mal vom Moped aus aufnehmen. Sieht besser aus.

video

Mit einer Casio Exilim S770 aufgenommen.
Die Qualitaet ist bescheiden,
das liegt aber an der Videokompression von Blogger.....

Mein Freund Atzu (Teil 1)

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Heute will ich mal eine Geschichte erzaehlen, die mir vor vier Jahren hier in Japan passiert ist. Sicher habt ihr es noch nicht gewusst, aber ich neige in manchen meiner Geschichten ein wenig zur Uebertreibung, um die Dramatik zu erhoehen. Aber diese Geschichte ist wirklich und 100% wahr und tatsaechlich passiert. Ehrlich!

Nach der Hochzeit mit meiner japanischen Frau musste ich aufgrund von vertraglich vereinbarten Gegebenheiten noch knapp ein halbes Jahr warten, bevor ich meinen jetzigen Job antreten konnte (durfte....). Weil mir Zuhause die Decke auf den Kopf fiel und das japanische Morgen-TV mich langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb, fing ich an in unserer Familienfirma auszuhelfen. Meine Familie handelt mit Autos, hauptsaechlich Luxusautos. Da laesst es sich kaum vermeiden, das zu unserer Kundschaft auch einige Yakuza gehoeren.

Nun gut, ich hab also jeden Tag von Morgens bis Abends Autos aufbereitet, repariert, ausgeliefert, und so weiter. Eines Abends kam ein schwarzer, tiefergelegter, voll aufgemotzter Caddilac Escalade auf den Hof gerollt. Fuer Nicht-Autofans: Die typische „Gangsta Rappa“-Karre. Aus dem komplett abgedunkelten Innenraum dringen wummernde Baesse an mein Ohr. Das Lied kommt mir bekannt vor: „Rapper’s Delight“ von der Sugarhill Gang. Von 1979. Wonder Mike setzt grad zu seinem Solo an, da oeffnet sich langsam die Tuer und heraus kommt: Die japanische Version von Atze Schroeder, massstabsgetreu auf 150 cm verkleinert. Weisse Cowboystiefel, GOLDMETALLICfarbener Adidas-Trainingsanzug mit GRUENEN Streifen, Pornobrille und Minipli-Locken! Ach du Kacke!

Ich war so fasziniert von dieser „etwas gewagten“ Kombination, das ich erstmal nur wie bloede dastand und kein Wort rausbekam. Als mir grad auffiel, das ich schon seit ca. einer Minute die Luft anhalte, zeigt mir „Atzu“ den Mittelfinger und laesst dazu ein ordentlich gegrunztes „ Yo, Bro!“ raus.

Warte! Yo, Bro? YO, BRO?? Y-O, B-R-O??? Und dann auch noch den Autofahrergruss dazu? Das geht eindeutig zu weit! Ich packe mir das naechstbeste Werkzeug, einen grossen Englaender, hier auch Monkey Wrench genannt, weil mir das irgendwie passend erscheint und stuerme auf „Atzu“ los. Er bemerkt meine rasende Wut und haelt seine Haende schuetzend vor seinen Kopf, da erkenne ich: „He! Der hat mir gar keinen Stinkefinger gezeigt! Der hat an der Hand nur noch Daumen und Mittelfinger!“ Na gut, ich lasse nochmal Gnade vor Recht ergehen und erspare ihm einen wochenlangen Krankenhausaufenthalt mit Essen aus der Schnabeltasse. Trotzdem, das „Yo Bro“ kann ich ihm nicht durchgehen lassen. Ich schuettle ihn solange durch, bis ihm seine Brille, Art: Puck die Strassenfliege, von der Nase rutscht, da sehe ich erst, das „Atzu“ schon deutlich im Rentenalter steht.

Respekt! So ein alter Zossel und noch so einen „Style“ drauf, da konnte ich ihm einfach nicht mehr boese sein. In dem Augenblick kommt mein Schwiegervater aus dem Showroom gelaufen, erkennt die Situation: Ich, in der Rechten den Monkey Wrench, in der Linken den Kragen von „Atzu“, der leicht verstoert durch seine herabhaengende Brille lugt. „Bist du irre!“ schreit mich Schwiegervater an. „Das ist einer unserer besten Kunden!“ Darauf „Atzu“ in bestem Slang: „Komm Sugar kun (mein Schwiegervater heisst Sugawara....), das war doch nur ein Missverstaendniss. Lass den Kleinen (Ich?!?) in Ruhe.“ „Atzu“ haelt mir die Hand hin, die ich noch leicht misstrauisch schliesslich doch schuettele. „Hast du heute Abend schon etwas vor? Ich nehm dich mit in meinen privaten Club und stell dich meinen Freunden vor!“

Fuck! Ich hau ihm fast den Schaedel ein und er laedt mich in seinen „privaten Club“ ein! Ein Yak! Waehrend ich mir schon in Gedanken ausmale, wie ich wohl mit ein paar Fingern weniger im Leben zurechtkomme, haelt mir „Atzu“ seine Meshi (Visitenkarte) hin und sagt: „Hier, ich hol dich heute Abend um 7 ab. Zieh dir was vernuenftiges an, so wie ich.“ Sagt’s, klettert in seinen Escalade, rauscht vom Gelaende und laesst mich verstoert mit offenem Mund dastehend, zurueck .


Fortsetzung folgt.........

Guten Morgen liebe Sorgen.......

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Fuer mich ist der morgendliche Toilettengang extrem wichtig und
fester Bestandteil meines Tagesverlaufs. Ich bereite mich also sorgfaeltig
darauf vor, plaziere mich anstaendig auf meiner beheizten Klobrille und lasse
der Natur ihren Lauf. An meine Haut lasse ich nur Wasser, Seife und Hello Kitty.....

........Hello was????



Hello Kitty Toilettenpapier! Auf meiner Toilette? In Rosa? OmG!

Meine liebe Noch-Ehefrau. Das geht nun ueberhaupt nicht!
Ich empfehle dir dringend, bis morgen wieder mein normales,
weisses Schmirgelpapier aufzuhaengen, oder ich putze mir den Hintern
mit deinen Binden ab! Basta!

Als ob das nicht schon genug fuer den ganzen Tag waere,
sitzt in der U-Bahn auch noch "das" hier vor mir:


Peruecke FAIL!

Globalisierung, jetzt auch fuer du.........

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Hallo Ali (Name von der Redaktion geaendert),

Ich hab mich sehr ueber deine Email gefreut. Klar wuerde ich mich freuen, wenn du mich im Mai 4 Wochen lang besuchen kommst. Und meine Frau erst! Klar kannst du bei uns in unserem riesigen 3LDK-Haus in Tokyo pennen, kein Thema.....

Mach dir keine Sorgen, wir essen natuerlich ueberhaupt kein Schweinefleisch. Und ich verarsche dich auch wirklich nicht mehr mit "Rinderwurst". Haha, ich erinere mich immer noch an dein Gesicht, nachdem du dir 5 Schweinewuerste reingepfiffen hast! Das war vielleicht ein Spass! Nein, Japaner essen grundsaetzlich nur Fisch und Schlabbergekroese. Und manchmal Katze Curry. Was, das magst du nicht? Jetzt stell dich mal nicht so an! Als ob in eurem Doener was anderes drin waere..... Hahaha.......Haha.......ha......
Und ausserdem gibt es hier fast an jeder Ecke Doenerstaende, genau wie in Deutschland, falls du mal Heimweh bekommst. Und der Doener hier schmeckt echt .............. fantastisch. Im Prinzip genauso wie das deutsche Essen in den deutschen Restaurants hier. Echt wahr!

Oh, selbstverstaendlich koennen wir in ein paar Clubs in Tokyo gehen. Meiner japanischen Frau ist das naemlich voellig egal, Haupsache ich bringe genug Geld nach Hause. Naja, leider wirst du in den Tokyoter Clubs kaum welche von deinen Landsmaennern treffen. Schade.......
Und klar, wir finden dort bestimmt ein paar, wie sagtest du: "Geile Japanerinnen". Japanerinnen sind naemlich schon von Grund auf geil. Die lernen das schon in der Schule. Wirklich wahr! Sag mal, hast du eigentlich noch deinen Vollbart? Japanerinnen stehen naemlich ganz doll auf stark behaarte Maenner. Ehrlich! Und keine Angst, du kommst hier bestimmt ganz schnell ins Gespraech, weil die Japanerinnen hassen die Amis naemlich ganz genauso wie ihr Muslime! Wirklich!

Oehm, eins muss ich dir vorher unbedingt noch erklaeren: Und zwar ist das hier mit den Frauen genau umgekehrt wie bei euch in der Tuerkei. Also, ich duerft ja vor der Ehe keinen Sex haben, also ausser mit Maennern und so, aber dafuer nach der Hochzeit ganz viel. Hier ist es genau umgekehrt.........
Aber das macht garnix. Wenn du dich entschliessen solltest, eine Japanerin zu heiraten, kannst du nach der Hochzeit in Roppongi noch genug Schlamp ........... aeh, nette Maedels finden, die nur auf so einen wie dich gewartet haben. Sag mal, nennen sie dich auf der Arbeit eigentlich immer noch "Granaten-Ali"?

Arbeit? Ach was! Kein Problem! Nee, ehrlich! Du kannst hier sofort dort weitermachen, wo du in Deutschland aufgehoert hast. Kellner und Aushilfskoeche werden hier immer gesucht. Japanisch? Ach was, das brauchst du doch nicht! Wer hat dir denn so einen Quatsch erzaehlt?

Ob es stimmt, das es hier total versaute SM-Filme und sogar Schulmaedchenpornos gibt? Um Gottes Willen! Pfui Deibel! Also da ist ja nun wirklich nichts wahres dran! Ehrlich. Natuerlich gibt es hier ein paar Erotikfilme, aber alle wichtigen Teile werden voll abgedeckt. Nein, natuerlich hat sich die japanische Miss World nicht vor der Webcam direkt in den Ar....ZENSIERT.... lassen! Das war bestimmt eine Fotomontage. Japanische Frauen machen so etwas doch nicht!

So Ali, jetzt muss ich aber Schluss machen. Bitte meld dich nochmal kurz bevor du ankommst, damit meine Frau schnell genug abhau....... aeh, alles vorbereiten kann. Und vergiss nicht: Du darfst mir auf keinen Fall deinen schwarzen Libanesen oder roten Afghanen mitbringen, auch wenn ich natuerlich ueberhaupt keine Ahnung habe was das eigentlich sein soll.

Bis dann! Dein Kollega Coolio!

Biken und andere schlimme Sachen in Japan...

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Faellt das eigentlich nur mir auf, oder packen nur die Japaner tatsaechlich ihre iPhones geradezu fanatisch in irgendwelche grellbunten “Keitai-Kondome” ein? Dann noch eine Schutzfolie auf’s Display gepappt und fertig ist das „Safer Keitai“. Komisch, wo doch grad die Japaner beim Sex eher auf Kondome verzichten und den guten alten Koitus interruptus (fuer Ungebildete: Rausziehen vorm Abspritzen....) bevorzugen, leider allzuhaeufig erfolglos. Aber beim Keitai, da wird aufgeruestet, obwohl man laut Vertrag, das alte Handy doch eh‘ nach spaetestens anderthalb Jahren „abtreiben“ kann. Aber warum wundere ich mich eigentlich immer ueber ein Land, in dem man so etwas kaufen kann:


Luke, isch binn tein Puppy......


Aber ich schweife schon wieder ab. Gestern schien die Sonne, das Thermometer zeigte ueber 15 Grad, also nix wie das Moped gewienert und ab auf die Strasse. Wie immer, wenn mein Moped-Buddy Big Al die Route plant, kommen wir natuerlich nicht dorthin wo wir hinwollten, sondern verfransen uns irgendwo in den Bergen. Fragt mich nicht, wo wir genau waren, wir wissen’s nicht, aber die Strecke war echt geil. Enge Serpentinen den Berg rauf und runter, mit kurzen Vollgasgeraden und wenig Verkehr. Einfach toll. Naja, das vom noch reichlich vorhandenen Schnee ablaufende Tauwasser stoerte ein bisschen, sprich: Mein Moped sieht aus wie Sau! Aber ansonsten genial. Auf der Rueckstrecke war ich mal wieder fuer die einfachste Loesung zustaendig, das heisst: Ab in den Stau. Naja, aber auch das war recht lustig, da nicht so kalt wie zuvor in den Bergen und man kann sich ueber doofe Autonamen und bescheuert aussehende Fahrer lustig machen. Alles in Allem ein gelungener Ausflug.


Hoppala, ein stattlicher Vierender und Fraeulein Glockenbaum im Schnee.
Klar, warum den im Sommer fahren? Ist doch nur was fuer Weicheier.....


Bick vom ............. was weiss ich ......... auf Fuji san


Wenn auch Lousy Vuitton-Handtaschen nicht mehr helfen, muss man
seine Liebe eben einsperren.

Wer’s in etwa nachfahren will: Erst die 246 (oder Tomei Highway) runter bis nach Ebina, dann irgendwo auf die 70, spaeter 71. Dann Richtung Yamanakako, aber nicht bis zum See, sondern irgendwo vorher den Zubringer auf die 20 fahren (Ist gut ausgeschildert). Der Autor uebernimmt keine Haftung fuer blaugefrorene Kloeten, Gefrierbrand an den Fingern und
Kieselsteine in der Fresse......

Wo sind meine Pillen?

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Das Thema Religion scheint in den letzten Tagen wieder topaktuell zu sein. Woran liegt das? Doch nicht etwa daran, das bald das christliche Ostern gefeiert wird? Hier in Japan tun sich tiefe Abgruende auf, sobald man sich etwas naeher mit Religion und dessen Spielarten, den Religionsgemeinschaften, oder der Einfachheit halber, hier Sekten genannt, befasst.

Wer ist nicht schon einmal von Ihnen geweckt, oder in der Fussgaengerzone angequatscht worden: Die Zeugen Jehovas. Hier in Japan meist in der Konstellation alte Frau & junges Maedchen unterwegs, wird man oft schon fruehmorgens aus dem Bett geklingelt. Da kennen sie kein Erbarmen: Wer die Welt verbessern will, soll auch gefaelligst frueh aufstehen. Beleuchten wir das Ganze mal ein bisschen besser. Worum geht es bei den Zeugen Jehovas eigentlich?

Die Zeugen Jehovas wollen, grob gesagt, eine friedlichere Welt erschaffen, in der zum Beispiel Menschen mit Tieren im Einklang, sprich, mit gleichwertigen Rechten leben. Dazu gehoert, das man sich nach Auffassung der Zeugen auch mit den Tieren unterhalten kann. Und von da ab geht bei mir die Tuer zu, oder anders: Es wird es lustig. Gut, so manch romantische Beziehung von Bauer Wilhelm zu seiner Ziege, oder Fraeulein Fukumihado zu ihrem Labrador, wird so wohl "legalisiert", eine Menge Fragen bleiben aber trotzdem offen: Wie soll das funktionieren, mit Tieren sprechen? Waechst allen Tieren augenblicklich ein sprachfaehiger Kehlkopf? Und wichtiger: Das Verstaendnis, sprich: Die noetigen Voraussetzungen im Gehirn, die eine Sprache erst ermoeglichen, werden in nullkommanix geschaffen? Gibt es dann eine Art "augenblickliche Evolution"? Wo stehen wir Menschen dann in der Nahrungskette, wenn z.B. Loewen ihren Anspruch auf ein gutes Stueck Filet vom Mensch auch verbal anmelden koennen? Und ganz besonders fuer Japaner wichtig: Ist es dann moeglich, den jahrelangen treuen Freund, sei es nun Hund, Katze, Pferd oder Hamster, offiziell und vor dem Gesetz geltend, zu ehelichen? Kann ich zusammen mit meinem Dackel Kinder haben? Und wie sehen die dann wohl aus? Koennen kinderlose Tierpaare dann Menschenbabies adoptieren? Und was ist mit den Fischen? Koennen die dann auch sprechen? Unter Wasser? Und spricht ein japanischer Dackel dann Japanisch und ein deutscher Chow Chow Deutsch? Was soll man noch essen, wenn einen alles Essbare anquatschen kann? Welcher Religion gehen dann wohl die Tiere nach? Etwa einer die will, das die Menschen endlich ihre Fresse halten?

Was ist mit den eh' schon leidgeprueften japanischen Haushunden? Ist es nicht genug, das sie hier Hello Kitty-Shirts oder Schmuck tragen muessen, daemliche Schleifchen und Muetzen aller Art aufgedrueckt bekommen, sich entwuerdigend in "Kinderwaegen" spazierenfahren lassen muessen und dann auch noch den ganzen Tag das dumme Gelaber ihres Herrchens oder Frauchens ertragen muessen und noch schlimmer: Dann auch noch verstehen! Werden sich dann Massen von deprimierten Schosshunden, ihrer einstigen Dummheit und Lethargie beraubt, vor die Tokyoter U-Bahnen werfen? Und wer macht den Scheiss dann weg? Wir oder die? Fragen ueber Fragen.......

Tokyo Big Sight

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Ah, endlich wieder “normal“ leben…..




Sorry Leute, ich hatte Messe in Tokyo Big Sight (FC Expo, PV Expo) und danach Kundenbesuche zusammen mit einem deutschen Ingenieur. Das heisst: 2 Wochen Leben aus dem Koffer, jeden Abend stinkbesoffen ins Hotel kriechen und am naechsten Morgen verkatert zur Messe/zum Kunde. Urks.....



Hier ein paar Impressionen von der FC Expo:







Trotz allgemeiner Flaute maechtig was los. Jede Menge

"Men in Black"......






Jaja, ich weiss schon das ihr keine Bilder von der
Messe sehen wollt, sondern von den Messemaedels....






Feierabend! Und ich hab mich fuer sie mitgefreut...


Ok, also von nun ab geht's weiter in alter Frische.
Setzt euch schonmal bequem hin, ab morgen werde ich
euch wieder mit neuen Geschichten verwoehnen.

OmG (part5)! Kill B...ne, nicht Bill! Boifurendo!

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Ohne grosse Worte:


Quelle: Punjabit
Anzeige? aus einer japanischen Zeitschrift


Darauf brauchte ich erstmal einen Drink!
Und was bietet sich da besser an als eine
..........stinknormale.........Fanta Moo Moo:




Gleich vorweg: Mir schmeckt die Plaerre nicht.
Irgendwie wie noch suesseres Joghurt-Calpis.
Urks!